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Songs flitzen über die Haut

22.09.2005 | 16:57 Uhr |

Songs flitzen über die Haut

Eine leistungsfähigere Basistechnologie hat die Ident Technology AG entwickelt. „Skinplex nimmt den Körper als Verteiler für Daten“, so Stefan Donat, Geschäftsführer des deutschen Start-up-Unternehmens aus Wessling in Oberbayern. Dabei fließt allerdings praktisch kein Strom, da die Datenübertragung durch Änderungen an einem elektrischen Feld geschieht, das sich wie ein statisches Feld verhält (siehe Kasten). Der Mensch reicht das Signal durch Berührung oder bereits bei der Annäherung an beliebige Stellen weiter. „Das geht mit billigen elektronischen Standardbausteinen und insgesamt wenigen Mikrowatt an elektrischer Leistung, so dass wir weit unterhalb aller einschlägigen Grenzwerte bleiben“, tritt Donat gesundheitlichen Bedenken entgegen. Denkbar wäre beispielsweise, dass ein Mobiltelefon aus dem Internet passende Informationen herunterlädt oder eine Verbindung herstellt, wenn der Handy-Besitzer an einer Infotafel einen Produkt- oder Hotelnamen antippt – ohne WLAN oder ähnliche Funknetzwerke.
Datenübertragungsraten bis zum DSL-Einsteigertempo (unterhalb 1 MBit/s) sollten technisch realisierbar sein, so dass etwa die kabellose Audio-Übertragung zwischen MP3-Player und Ohrhörer möglich wäre. „Nokia, Motorola und Siemens arbeiten derzeit mit Testmustern von uns, aber wir wissen nicht, was diese Firmen planen“, so Donat. Für andere Anwendungen justiert man die Komponenten so, dass Daten bis zu einem halben Meter Entfernung von der Körperoberfläche ausgetauscht werden können. Ein mit Stop-Loss-Funktion ausgestattetes Handy könnte so auch noch im Freisprechmodus funktionieren – allerdings nicht mehr, wenn es ein Dieb stiehlt.

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