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So rüsten sich E-Scooter-Hersteller für den Winter

25.10.2019 | 14:24 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Der Winter kommt. Und die E-Scooter-Verleiher zittern vor einem deutlichen Umsatzrückgang. Mit robusteren E-Scootern wollen die Anbieter gegensteuern.

Mit dem E-Scooter bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen über trockene Straßen zu fahren, ist eine Sache. Aber im Herbst oder gar Winter bei Niederschlag, Kälte und glatter Straße damit unterwegs zu sein, ist eine ganz andere, unerfreuliche Sache. Genau dafür rüsten sich jetzt die E-Scooter-Hersteller und -Anbieter.

Der E-Scooter-Verleiher Tier bietet im Winter E-Scooter mit größeren Reifen, kräftigerem Frontlicht und höherem Gewicht: 29 statt 21 Kilogramm. Dadurch soll der E-scooter besser auf der Straße liegen. Die bisher verwendeten E-Tretroller verkauft Tier stattdessen an Interessenten via Online-Shop. Laut Spiegel Online kostet so ein ausrangierter Tier-E-Scooter dann 699 Euro statt der sonst üblichen 1200 Euro für ein neues Gerät. Versicherungsplakette und Helm legt Tier auch noch mit dazu.

Voi wiederum will in Schweden, wo das Unternehmen herkommt, sogar mit Spikes experimentiert haben, wie Spiegel Online berichtet. Diese erwiesen sich aber als nicht serienreif. Deshalb plante Voi um: Bei besonders schlechtem Wetter wurden die E-Scooter deaktiviert.

Eines dürfte schon jetzt für die junge und noch in der Investitionsphase befindliche Branche feststehen: Im Winter fahren deutlich weniger Menschen mit dem E-Scooter. Wie stark der Rückgang konkret ausfällt, bleibt abzuwarten. Das hängt wesentlich von der Kälte oder der Menge des Niederschlags ab. Und von der Häufigkeit von Glatteis.

In Sachen Akku-Aufladung setzt ebenfalls ein Umdenken ein: Künftig sollen die E-scooter nicht mehr komplett von der Straße geholt und zu Hause oder in sonstigen Räumlichkeiten aufgeladen werden. Stattdessen sollen die Wartungstrupps nur noch die Wechsel-Akkus austauschen, die Scooter bleiben also immer auf der Straße.

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