122008

So klappt die Verbindung ins Internet

Befindet sich Ihr Server hinter einer Firewall? Vielleicht sogar hinter einer, an der man sich mit Name und Passwort authentisieren muss, um ins Internet zu gelangen? Dann sind Sie in diesem Modul Proxy Servers and Downloads richtig. Solange dies nicht korrekt konfiguriert ist, wird Webmin keine Pakete aus dem Internet beziehen können. Dies betrifft unter anderem die automatische Installation von Usermin oder Net::SSLeay. Unter Download-Sites können Sie festlegen, welchen OSDN-Spiegel-Server die Software bevorzugt verwenden soll. Die Installation von Webmin samt Konfiguration ist mittlweile wirklich kein Hexenwerk mehr. Dafür erhält der User ein ebenso vielseitiges wie mächtiges Tool, mit dem man Linux-Systeme bequem per Webinterface steuern kann.

Module der Systemkonfiguration

Diese Module beschreiben alles, was mit der Administration des Grundsystems verbunden ist. Dazu gehören zum Beispiel Startverhalten, Anwenderverwaltung, Software-Installation und derzeit laufende Prozesse. Unter "Bootup and Shutdown" können Sie fast alles bestimmen, wie sich Ihr Server beim Hochfahren beziehungsweise Herunterfahren verhalten soll. Alle dem System bekannten Dienste sind aufgelistet. Webmin stellt mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, um diese zu behandeln. Brauchen Sie einen Dienst nur temporär und möchten diesen nicht automatisch starten, so erreichen Sie das mit dem Button "Start Selected". Analog verhält es sich mit "Stop Selected". Um einen Eintrag permanent ein-oder auszutragen, benutzen Sie die Knöpfe "Start On Boot" und "Disable On Boot".

Die letztgenannten Optionen machen aber nur den Eintrag in den Runlevels, so dass die Änderung erst beim nächsten Systemstart Wirkung zeigt. Um beides in einem Aufwasch zu erledigen, sind "Start Now & On Boot" und "Diable Now & On Boot" vorgesehen. Mit einem Klick auf einen Dienst erhalten Sie Zugriff auf das Start/Stopp-Script des Daemons. Dieses können Sie direkt in Webmin bearbeiten und abspeichern.
Weiterhin haben Sie die Möglichkeit, den Runlevel zu wechseln. Mit jedem dieser Modi können Sie das System in verschiedene Zustände bringen. Die meistgenutzten Runlevels sind 3, 5, 6 und 0.

Runlevel 3 bootet das System ganz normal mit allen Diensten, startet aber das grafische System X nicht.
Runlevel 5 ist in der Regel gleich mit 3, startet aber X.
Runlevel 6 veranlasst das System zu einem Neustart.
Runlevel 0 führt zu einem Shutdown.

Passen Sie bei dem Button "Change to runlevel" auf. Eine Änderung zu Runlevel 0 und ein anschließender Klick auf den Button fährt das System ohne weitere Warnung herunter. Dies wäre im Prinzip gleichzusetzen mit dem untersten Knopf "Shutdown System" oder einem init 0 auf der Kommandozeile. Genauso verhält es sich mit Runlevel 6 und "Reboot System" und init 6.

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