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So funktioniert RFID

11.03.2005 | 11:45 Uhr |

Hierzulande treiben vor allem die Metro Group und Wal Mart die Einführung der RFID-Technik im Handel voran: Im Zuge diverser Pilotprojekte zeichnen sie Paletten und einzelne Waren mit Etiketten aus, in die so genannte RFID-Tags integriert sind. Sobald diese die RFID-Schranken (RFID-Lesegeräte) am Ein- und Ausgang passieren, wird dies im händlereigenen Warenwirtschaftssystem erfasst. Derzeit arbeiten die Entwickler übrigens an RFID-Tags, die sich auch in Textilien einarbeiten lassen.

Ein RFID-Tag besteht aus Speicherchip und Antenne, über die es per Funk mit Lesegeräten kommunizieren kann. Die RFID-Übertragung funktioniert - im Gegensatz zum Scannen des Barcodes - ohne Sichtkontakt. Die maximale Reichweite soll bald bis zu zehn Meter betragen, bisher liegt sie in Deutschland allerdings noch bei etwa einem Meter.

Es gibt aktive RFID-Chips, die über eine eigene Energiequelle verfügen und ihre Nachrichten selbständig aussenden können. Allerdings sind die meisten der heute eingesetzten RFID-Tags (auch Transponder, Smart Labels oder Smart Tags genannt) passiv. Sie besitzen also keine eigene Stromversorgung und schicken erst dann ihre Daten, wenn ein RFID-Lesegerät in unmittelbare Nähe kommt. Sobald sie aber eine Anfrage eines RFID-Lesegeräts erhalten, beziehen sie aus dem elektromagnetischen Feld Energie, erwachen aus ihrem Dornröschenschlaf und geben gleich alle gespeicherten Daten bekannt.

Stets übermitteln sie eine weltweit eindeutige Nummer, die ID (Identity). Je nach Ausführung bieten die Chips zusätzlichen Platz, der frei beschreibbar ist. In der Lebensmittelbranche speichern die Hersteller der Waren hier meist eine weitere Nummer, den Electronic Product Code (EPC). Er gibt Aufschluss über Produktdetails wie Preis, Herkunft des Artikels sowie Verfalls- und Verpackungsdatum. Um diese Infos aus dem EPC ableiten zu können, greift das Gerät auf Datenbanken des EPC-Netzwerks beziehungsweise des internen Warenwirtschaftssystems zu.

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