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So funktioniert Nexus/Palladium

16.05.2003 | 14:56 Uhr |

Microsoft arbeitet bei seiner Palladium-Initiative also eng mit Hardware-Herstellern zusammen, die sich in der Trusted Computing Group (TCG) zusammengeschlossen haben. Um die Namens-Verwirrung perfekt zu machen ist die TCG das Nachfolgegremium der Trusted Computing Platform Alliance (TCPA), die ursprünglich die Rahmenbedingungen und technischen Details der neuen Kryptochips festlegen sollte. Microsoft ging die Entwicklung der TCPA aber in die falsche Richtung, weshalb es die Nachfolge-Organisation inittierte.

In der TCG befinden sich unter anderem Atmel, Infineon, National Semiconductor, Nokia, Philips, Phoenix Technologies, Sony, ST Microelectronics, Verisign und Wave Systems, vor allem aber AMD, IBM, Intel und natürlich Microsoft.

Nexus stellt einen sicheren Bereich im Arbeitsspeicher und auf der Festplatte zur Verfügung - ein Art verbesserte und Hardware-abhängige Sandbox, in der die Anwendungen laufen. Das System soll in der Lage sein, jede gestartete Anwendung auf ihre Integrität zu überprüfen. Stellt Nexus Manipulationen an der Software fest, blockiert es diese. Sofern der Hersteller einer Software dies wünscht, kann er via Internet eine Authentifizierung seines Programms vornehmen lassen. Nexus ist übrigens in der ersten Generation noch nicht multikaskingfähig, für jede geschützte Anwendung muss ein eigener Nexus-Kernel gestartet werden.

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