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Snapchat schmeißt Trump-Beiträge aus Discover

04.06.2020 | 10:14 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Snapchat will vorerst keine Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump über Discover verbreiten. Der Auslöser.

Auch das beliebte soziale Netzwerk Snapchat geht nun auf Konfrontationskurs mit dem US-Präsidenten Donald Trump. Wie Snapchat mitteilt, sollen vorerst keinerlei Inhalte des Snapchat-Kontos von Donald Trump über Snapchat Discover verbreitet werden. Durch die Maßnahme, so heißt es seitens Snapchat, wolle man die Verbreitung von "Stimmen" verhindern, die "zu rassistischer Gewalt und Ungerechtigkeit aufstacheln."

Derartige Beiträge wolle man nicht auch noch dadurch unterstützen, indem man sie über Snapchat Discover einer breiteren Öffentlichkeit anbiete. "Rassistische Gewalt und Ungerechtigkeit haben in unserer Gesellschaft keinen Platz, und wir stehen mit allen zusammen, die in Amerika Frieden, Liebe, Gleichheit und Gerechtigkeit suchen", erklärte ein Snapchat-Sprecher in Hinblick auf die wachsenden Proteste in den USA nach dem Tod von George Floyd.

Trump droht Demonstranten mit Hunden und Waffen

Die New York Times berichtet, dass ein Tweet von Donald Trump vom Samstag der Auslöser für die Entscheidung von Snapchat gewesen sei. Der Inhalt des Tweets war nur im Twitter-Kanal des US-Präsidenten und nicht auf Snapchat erschienen. Twitter ergriff auch keine Maßnahmen gegen den Tweet. In dem Tweet hatte der US-Präsident erklärt, dass die Demonstranten von den "bösartigsten Hunden und unheilvollsten Waffen begrüßt" würden, falls sie den Zaun am Weißen Haus durchbrechen sollten.

Angesichts solcher und ähnlicher Äußerungen von Donald Trump wird derzeit heiß diskutiert, wie soziale Netzwerke mit den Beiträgen und Äußerungen von Donald Trump umgehen sollen. Twitter hatte zum ersten Mal am vergangenen Freitag einen Trump-Tweet ausgeblendet. In den USA hatten zu Wochenbeginn hunderte Facebook-Mitarbeiter virtuell gestreikt, weil Facebook-Gründer Mark Zuckerberg sich gegen eine Änderung oder gar Löschung von Trump-Beiträgen geäußert hatte.

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