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Smarte Lautsprecher können gesundheitsschädliche Geräusche ausgeben

12.08.2019 | 15:01 Uhr | Michael Söldner

Ein gekaperter Lautsprecher kann mit speziellen Tönen das Ohr schädigen oder sich selbst dauerhaft zerstören.

Seit den Enthüllungen der letzten Wochen haben smarte Lautsprecher den Ruf als Wanze in den eigenen vier Wänden. Doch von den über WLAN oder Bluetooth angebundenen Geräten kann auch eine ganz andere Gefahr ausgehen: Matt Wixey, Sicherheitsforscher bei PricewaterhouseCoopers, zeigte auf der Def Con Sicherheitskonferenz in Las Vegas, dass die smarten Lautsprecher von Angreifern auch als Cyber-Waffe genutzt werden können. Nach der Übernahme der Geräte durch Hacker lassen sich darüber gesundheitsschädliche Geräusche ausgeben. Diese seien teilweise gar nicht wahrnehmbar und entsprechend schwer als Bedrohung auszumachen.

Denkbar seien auch Geräusche, die den Zuhörer irritieren. Doch die Töne könnten auch die Orientierung einschränken oder sogar das Hörvermögen des Nutzers schädigen. In einem weiteren Experiment war es zudem möglich, das Gehäuse des Lautsprechers durch besonders energiereiche Töne zum Schmelzen zu bringen. Ein Hersteller habe auf Rückfrage bereits mit einem Update auf die Angriffsmöglichkeit reagiert. Laut Wixey könnten derartige Angriffe auch in großem Stil durchgeführt werden, beispielsweise in Stadien oder in Bürogebäuden. Der Sicherheitsforscher fordert die Hersteller daher dazu auf, ihre smarten Lautsprecher besser gegen derartige Angriffe zu schützen.

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