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Sind die Google Apps ein Karrierekiller?

23.08.2007 | 14:40 Uhr | Christian Löbering

Die Stärken der Google Apps sieht Burton in der leichten Bedienbarkeit und den geringen Kosten. Man müsse nicht für überflüssige Lizenzen bezahlen, das Training der Mitarbeiter sei leicht, und zudem würden ich auch Kollegen und Partner außerhalb des Unternehmens anbinden lassen. Abgesehen davon muss keine Software installiert werden, und Dokumente würden nicht auf lokalen Festplatten verschwinden. So seien Universitäten und andere Bildungseinrichtungen ideale Anwender der Google Apps.

Zu den Nachteilen für Unternehmen: Power-User von Office werden unzufrieden, anspruchsvolle Dokumente werden nicht unterstützt, ein Records-Management ist relativ schwierig, Telefon-Support gibt es nur an fünf Tagen in der Woche, und die Planung von Upgrades ist kompliziert. Die Verfügbarkeit beträgt laut Google 99,9 Prozent, laut Burton Group bezieht sich dies aber nur auf die E-Mail. Zudem haftet Google nicht für verlorene Daten, Umsätze und Gewinne.

Trotz der Beschränkungen beurteilt die Burton Group Googles Präsentation der Apps als "marktveränderndes Ereignis", das Konzerne wie Microsoft, IBM, Oracle und Cisco (WebEx) zu spüren bekommen. Zwar werde Microsoft dadurch Treffer (speziell im Markt für kleine und mittlere Unternehmen) einstecken müssen, doch gehe der Office-Konzern nach internen Veränderungen langfristig gestärkt aus dem Wettbewerb hervor. IBM hingegen wird von der Burton Group dafür kritisiert, dass ihnen die Strategie im Bereich Software-as-a-Service (SaaS) fehlt. Manager von IBM und Microsoft hatten im Juni eingeräumt , dass ihnen Google als Wettbewerber gefährlich werden kann.

Der Artikel stammt von Computerwoche.de , der führenden deutschsprachigen Wochenzeitung für die Märkte der Informations- und Kommunikationstechnologie.

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