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Simpel muss es sein

Solange sich der Käufer noch fragen muss, ob er ein bestimmtes Geschäft per Handy abwickeln kann oder nicht, wird er den Experten zufolge meist auf gewohnte Methoden zurückgreifen. "Bezahlen ist schließlich eine Pflicht und kein Vergnügen wie der Download von Klingeltönen", sagt Sven Siering, Mobile-Payment-Experte der Postbank in Bonn. Ob das Handy als eine Art Fernsteuerung zur Bedienung des Bankkontos dient, als mobile Währung per SMS oder als Hardware zur Steuerung eines Automaten, möchte der Nutzer nicht jedes Mal neu entscheiden.

Auch das Anmelden bei den einzelnen Anbietern ist den meisten Teilnehmern zu mühsam. Diese Erfahrung hat zum Beispiel T-Mobile mit seinem Service "Mobile Wallet" gemacht und ihn deshalb Ende März eingestellt. "Der mobile Zahlungsdienst konnte sich nicht in der breiten Masse durchsetzen", sagt Sprecher Husam Azrak in Bonn.

Damit sich mobiles Bezahlen ebenso etabliert wie die EC-Karte, muss das Handy für diese Alltagshandlung zum Allzweckgerät werden. An der Universität Augsburg ist ein entsprechendes Modell entwickelt worden, das alle denkbaren Nutzungsmöglichkeiten unter einem Dach vereint. Für den Nutzer ist das Handy dabei eine Art Terminal, das er je nach Situation per Tastendruck, mit Hilfe eines Anruf oder als Erkennungsschlüssel für eine Zahlung einsetzt.

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