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Signal: Messenger erhält Blur-Tool für Gesichter

04.06.2020 | 13:20 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Der abhörsichere Messenger Signal verpixelt nun auf Wunsch die Gesichter der Nutzer. Die Macher reagieren damit auf die Proteste gegen Rassismus in den USA.

Die abhörsichere Open-Source-Messenger Signal (für Android, iOS, Windows, MacOS und Linux zum Download ) bietet nun seinen Nutzern die Möglichkeit an, ihre Gesichter während Videokonversationen unkenntlich zu machen. Signal wurden hierfür nun die notwendigen Blur-Tools hinzugefügt, wie die Entwickler in einem Blog-Beitrag mitteilen.

Mit der neuen Funktion will ein Signal ein Zeichen setzen und den tausenden Demonstranten, die derzeit vor allem in den USA gegen Rassismus auf die Straße gehen, einen verbesserten Schutz für ihre Privatsphäre bieten. "Wir glauben, dass sich in Amerika etwas ändern muss, und auch wenn wir nicht genau wissen, wie, so unterstützen wir doch die Menschen, die sich im ganzen Land selbst organisieren, und vertrauen darauf, dass sie es herausfinden", heißt es seitens der Entwickler.

Angesichts dieser zunehmenden Proteste und auch der herrschenden Corona-Krise stellt Signal fest: "202 ist ein sehr gutes Jahr, um sein Gesicht zu verdecken."

Die neue "Gesicht verpixeln"-Funktion in Signal ist in der neuen Android- und iOS-Version enthalten. Sie sollte jetzt nach und nach über den Google Play Store und den Apple iTunes Store bei den Nutzern landen. Betont wird in dem Zusammenhang, dass die Verpixelung der Gesichter ausschließlich lokal auf den Geräten der Nutzer erfolge und dafür die Android- und iOS-Bibliotheken verwendet werden. Allerdings seien diese Systembibliotheken noch nicht perfekt und erkennen die Gesichter nicht immer zu 100%. Google und Apple werden von Signal daher dazu aufgefordert, hier unbedingt schnell nachzubessern.

Sichere Whatsapp-Alternative: Signal

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