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Sicherheitsprobleme

09.11.2004 | 14:54 Uhr |

Firefox hatte neulich Sicherheitsprobleme. Wenn der Browser populärer wird, ist er zudem ein lohnendes Ziel für Hacker. Was wollen Sie dagegen tun?

Bart Decrem: Die Masse der Sicherheitslücken in letzter Zeit waren eine Kombination von mehreren Bugs. Solche Fehler - etwa die Tabbed-Browsing-Lücke ( wir berichteten ) - sind vorab schwer zu entdecken. Wir haben natürlich auch Fehler im Browser. Aber wir denken, dass wir die bessere Architektur haben. Der Unterschied zum Internet Explorer ist: Wir beseitigen die Fehler wesentlich schneller. Außerdem sind die Sicherheits-Lücken meistens weniger schlimm als beim Internet Explorer. Nur 9 Prozent unserer Bugs sind wirklich gefährlich.

Microsoft sagt immer: "Wir haben so viele Probleme, weil unser Browser weiter verbreitet ist". Das stimmt meiner Ansicht nach nicht. Der Apache-Webserver ist auch sehr verbreitet – mehr als der IIS von Microsoft. Die meisten Sicherheits-Probleme hat allerdings der Server von Microsoft.

Microsoft ist natürlich eine populäre Firma. Hacker greifen natürlich lieber Microsoft an als uns. Wir tun trotzdem viel für die Sicherheit. Wir werden zum Beispiel in Zukunft mehr Leute dafür anstellen. Momentan beschäftigen sich bei uns etwa 5-6 Leute nur mit dem Thema Sicherheit. Außerdem helfen uns viele Anwender. Wir haben beispielsweise sehr viele Studenten, die Bugs für uns suchen. Die Leute haben sogar Spaß dabei.

Im Code stecken über 10 Jahre Erfahrung aus dem Netscape-Browser. Es ist auch wichtig, dass die Leute in den Source-Code schauen können. Dadurch werden sehr viele Bugs gefunden.

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