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Sicherheitslücke in Samsungs SmartThings-Hub entdeckt

03.05.2016 | 15:23 Uhr |

Über eine neue Sicherheitslücke in Samsungs Smart-Home-Hub können sich Hacker einen eigenen Haustürschlüssel machen.

Eine neue Sicherheitslücke in Samsungs SmartThings-Hub beweist, dass selbst die größten Smart-Home-Systeme nicht sicher vor Hackern sind. Microsoft Research und Forscher der Universität Michigan sind auf die gefährliche Lücke gestoßen. Das Leck erlaubt es Hackern, sich eigene Schlüssel für smarte Türschlösser zu bauen.

Eine weitere Sicherheitslücke mit der Rechteverteilung in der zugehörigen App erlaubt Hackern außerdem die Fernsteuerung von Geräten im SmartThings-Netzwerk. Auch der Diebstahl des PIN-Codes für die Türschlösser des Hauses ist darüber machbar.

Möglich wird der Zugriff über die Vorgaben, die den Umgang von Dritthersteller-Apps mit dem Authorisierungsprotokoll OAuth regeln. Den Forschern gelang es, über eine Non-Complaint-App, eine Lücke im SmartThings-Web-Server zu öffnen. Die Angreifer erstellten anschließend einen Link zu Samsungs SmartThings-Login-Seite. Loggt sich ein Nutzer hier ein, können sie dessen Tokens stehlen. Mit diesen Tokens erstellen sich Hacker schließlich eine eigene PIN für die Haustür des Smart Home. In der Praxis würde eine Spoofing-E-Mail genügen, um in den Besitz der Tokens zu gelangen.

Das zweite Problem liegt in Apps, die zu viel Kontrolle über das Smart Home des Nutzers verlangen. Als Proof of Concept erstellten die Forscher eine App, die eigentlich nur den Akku-Stand mehrerer Geräte überwachen sollte. In Wahrheit war sie jedoch in der Lage, die Rauchmelder zu deaktivieren, die Urlaubsmodus auszuschalten und die PINs für die Türen zu stehlen.

Die Forscher weisen eindringlich darauf hin, dass Nutzer in Zukunft genau aufpassen müssen, welchen Apps sie Zugriff auf ihr smartes Zuhause gewähren. Samsung will als Reaktion auf die Sicherheitslücken die Entwickler-Dokumentation aktualisieren und zusätzliche Review-Aktionen für zugelassene Apps einführen.

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