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Sexuelle Belästigung: Erneute Vorwürfe bei Riot Games

10.02.2021 | 10:31 Uhr | René Resch

Bei Riot Games gibt es erneut eine Untersuchung wegen sexueller Belästigung. Dieses Mal wird der CEO des Studios beschuldigt.

Bei Riot-Games gibt es abermals Untersuchungen wegen angeblicher sexueller Belästigung sowie Geschlechterdiskriminierung. Dieses Mal belasten Vorwürfe den CEO des Entwickler-Studios Nicolo Laurent, berichtet "The Verge".

Die Untersuchung werden, aufgrund des besonderen Status von Laurent, von einem speziellen Komitee des Vorstands von Riot Games beaufsichtigt. Durchgeführt wird die Untersuchung von einer externen Anwaltskanzlei. Gegenüber dem Magazin sagte ein Sprecher, dass Riot Games "alle Vorwürfe von Belästigung oder Diskriminierung sehr ernst nimmt, die Vorwürfe gründlich untersucht und Maßnahmen gegen jeden ergreift, der gegen unsere Richtlinien verstoßen hat."

Die Klage wurde dabei Anfang Januar von der ehemaligen leitenden Assistentin Sharon O'Donnell eigereicht. Sie ist 2017 dem Studio beigetreten und behauptet, dass ihr Arbeitsverhältnis im Juni 2020 "zu Unrecht" gekündigt wurde. Laurent soll ihr gegenüber sexuelle Avancen gemacht haben. Kurz nachdem sie eine Beschwerde gegen die Annäherungsversuche bei der Personalabteilung von Riot Games eingereicht habe, wurde ihr Arbeitsverhältnis beendet. Sie gehe davon aus, dass die Entlassung direkt mit der Zurückweisung des CEOs in Verbindung stand.

Bei einem weiteren Vorfall solle Laurent gegenüber mehreren weiblichen Angestellten gesagt haben, dass der beste Weg, mit COVID-19-bezogenem Stress umzugehen, sei, "Kinder zu haben."

Sexuelle Belästigung & Sexismus: Bei Riot Games immer wieder ein Problem

Bereits 2018 deckte Kotaku Missstände im Unternehmen auf. Im Raum standen sexuelle Belästigungen, Sexismus sowie Diskriminierung gegenüber Frauen und ethnischen Minderheiten. Für den Valorant-Entwickler folgten Enthüllungen durch die Presse, Mitarbeiterstreiks und Sammelklagen. 2019 hatte Riot Games gegenüber den Klägern versprochen sich zu bessern. Mehr dazu lesen Sie in den folgenden Berichten:

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