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Seit 1.1.2022: Diese Porto-Preise gelten für Briefe, Postkarten, Pakete etc. - Überblick

31.03.2022 | 11:55 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Die Deutsche Post hat zum 1. Januar 2022 das Briefporto erhöht. Nicht nur Briefe und Postkarten wurden teurer! Pakete sind ein Sonderfall. Alle neuen Preise in übersichtlichen Tabellen.

Seit dem 1. Januar 2022 gelten diese Portopreise:

  • Der Standardbrief kostet 0,85 Euro – fünf Cent teurer als zuvor

  • Der Kompaktbrief kostet 1 Euro – fünf Cent teurer

  • Der Großbrief kostet 1,60 Euro – fünf Cent teurer

  • Der Maxibrief kostet 2,75 Euro – fünf Cent teurer

  • Die Postkarte kostet 0,70 Euro und damit zehn Cent mehr als bisher

  • Die Preise für das Einschreiben und Einschreiben Einwurf steigen um 15 Cent auf 2,65 Euro bzw. 2,35 Euro.

Tabellarische Übersicht zu den seit dem 1.1.2022 geltenden Preisen:

Die wichtigsten seit 1.1.2022 geltenden Preise im Überblick.
Vergrößern Die wichtigsten seit 1.1.2022 geltenden Preise im Überblick.
© Deutsche Post
Die Preise für den E-POST-Brief bei klassischer Zustellung per Postboten.
Vergrößern Die Preise für den E-POST-Brief bei klassischer Zustellung per Postboten.
© Deutsche Post

Passende Briefmarken

Die Deutsche Post bietet passend zur Portoerhöhung neue Briefmarken sowie Ergänzungsmarken an. Diese sind seit dem 2. Dezember 2021 in den Postfilialen und online unter www.deutschepost.de erhältlich. Sie benötigen also beispielsweise 0,05-Cent-Briefmarken, um vorhandenen 80-Cent-Briefmarken fit zu machen für das neue Porto für den Standardbrief. Oder 10-Cent-Briefmarken, um vorhandene 60-Cent-Briefmarken für das neue 70-Cent-Porto für Postkarten geeignet zu machen.

Die Preistabelle.
Vergrößern Die Preistabelle.
© Deutsche Post DHL

Kunden können das Porto für ihre Briefe und Postkarten weiterhin auch über die Post & DHL App kaufen oder die Sendungen mit der mobilen Briefmarke über die App frankieren. Vorhandene Briefmarken wie auch noch vorhandene Ergänzungsmarken aus den Vorjahren können für die Frankierung von Sendungen mit der Deutschen Post weiter verwendet werden. Ein Umtausch ist nicht nötig.

Weitere Portoerhöhungen

Daneben erhöhte die Deutsche Post auch einige Preise für Produkte, die anders als die oben genannten Briefporti nicht der vorherigen Genehmigung durch die Bundesnetzagentur bedürfen. So stiegen auch die Preise für die Bücher- und Warensendung um fünf Cent auf 1,95 Euro für die "Bücher- und Warensendung 500" und auf 2,25 Euro für die "Bücher- und Warensendung 1000".

Beim Nachsendeservice stieg der Online-Preis für das 12-Monate-Produkt von 26,90 Euro für Privatkunden auf 30,90 Euro. Der Online-Preis für die 6-Monate-Variante bleibt dagegen unverändert bei 23,90 Euro (Privatkunden). Kunden können den 6-Monate-Service künftig auch in der Filiale beauftragen können, dann allerdings zu höheren Preisen als online: 26,90 Euro.

Paketpreise stiegen zwar auch, aber nicht für Privatkunden

Die Deutsche Post DHL erhöhte mit Wirkung zum 1.1.2022 auch die Paketpreise für Geschäftskunden. Diese Preiserhöhungen gelten sowohl für Geschäftskunden mit Listenpreisen als auch für Geschäftskunden mit individuell vereinbarten Konditionen. Die Preiserhöhung betrifft in besonderem Maße schwere Paketsendungen über 20 Kilogramm. Die Post begründete das damit, dass damit in der Sortierung und bei der Auslieferung ein deutlich höherer Aufwand erforderlich sei. Die Erhöhungen betreffen aber nicht das nationale und internationale DHL Express-Geschäft.

Die wirklich wichtige Information für Privatanwender ist aber eine andere: Die Preise für den DHL-Paketversand durch Privatkunden bleiben unverändert.

Langes Genehmigungsverfahren

Der Portoerhöhung war ein längeres Genehmigungs- und Prüfverfahren vorausgegangen, mehr dazu lesen Sie in der Meldung Deutsche Post darf Brief-Porto erhöhen: Das kosten Briefe ab 1.1.2022. Die Bundesnetzagentur hatte schließlich am 10. Dezember 2021 "die neuen Briefporti der Deutschen Post AG ab 1. Januar 2022 vorläufig genehmigt. Die endgültige Genehmigung erfolgt voraussichtlich im Frühjahr", schrieb damals die Bundesnetzagentur.

Begründung für Preiserhöhung

Die Deutsche Post nannte als Grund für die Preisanpassungen „Kostensteigerungen durch höhere Lohn- und Transportkosten sowie die in den vergangenen Monaten stark gestiegene Inflationsrate. Auch Pandemie-bedingte Zusatzaufwendungen in den Betriebsstätten und in der Zustellung, die eine sichere Postversorgung für alle Kunden in Deutschland ermöglichen, haben die Deutsche Post mit erheblichen Kosten belastet.“

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