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Scout: Neue VW-Marke für elektrische Pickups und SUVs

12.05.2022 | 10:31 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Der Volkswagenkonzern bekommt eine neue Marke: Scout. Ausschließlich für elektrische Pickups und SUVs. Besonders robust und geländegängig sollen die schweren Fahrzeuge für Helikopter-Moms sein.

Die Volkswagen-Gruppe umfasst bereits jetzt eine fast schon nicht mehr überschaubare Markenvielfalt. Doch jetzt kommt noch eine weitere Marke innerhalb von Volkswagen dazu: Scout. Das hat VW via Twitter mitgeteilt und das Handelsblatt berichtet darüber. Mit Scout will VW in den USA sein Geschäft deutlich erweitern und auf dem dortigen Automarkt expandieren: Von jetzt 4 Prozent Marktanteil auf 10 Prozent im Jahr 2030 ist laut Handelsblatt die Rede.

Unter dem Markenlabel Scout will VW ausschließlich elektrisch angetriebene Pickups und SUVs verkaufen, die betont robust und geländegängig sein sollen. Die Fahrzeugkategorie Pickups gibt zudem schon die Region vor, in der Scout aktiv sein soll: Nordamerika. In Deutschland soll es dagegen keine Scout-Fahrzeuge geben.

Die Marke Scout.
Vergrößern Die Marke Scout.
© VW

VW will noch 2022 ein separates, unabhängiges Unternehmen in den USA gründen. Die ersten Prototypen sollen 2023 vorgestellt werden. Die Serienproduktion soll 2026 anlaufen. Die elektrifizierte Marke Scout wird dabei auf ein neues technisches Plattformkonzept setzen, "mit dem sich authentischere Pick-ups und RUVs" realisieren lassen sollen, als mit dem bestehenden Portfolio des Volkswagen-Konzerns. Der für die ID-Familie verwendete „ Modulare Elektrifizierungs-Baukasten “ (MEB) wird also nicht die Basis für die Scout-Fahrzeuge bilden.

Bis US-Amerikaner und Kanadier aber „Scouts“ tatsächlich kaufen können, wird es noch einige Jahre dauern. Wohl 2026 sollen der erste Pickup und das erste SUV verfügbar sein.

Elektrische Pickups liegen im Pickup-Land USA voll im Trend, die Platzhirsche General Motors und Ford feiern mit ihren entsprechenden Modellen große Erfolge und auch Tesla plant mit dem Cybertruck einen elektrischen Pickup - ein Projekt, das sich wie so oft bei Tesla massiv verzögert. Auch Rivian drängt auf diesen Markt. An Rivian ist auch Amazon beteiligt.


Unter der Markenbezeichnung „Scout“ wurden auf dem US-Markt bis in die frühen 1980er-Jahre SUV-ähnliche Autos in den USA verkauft, wie das Handelsblatt erklärt. Dann endete die Produktion, die Namensrechte gehörten dem Lkw-Hersteller Navistar. VW kaufte Navistar vor zwei Jahren.

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