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Schlappe für Infineon

31.01.2002 | 13:31 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Auch Infineon erlitt bei der Suche nach einem Kooperationspartner zunächst eine Schlappe. Der deutsche Halbleiter-Gigant plante eine enge Kooperation mit Toshiba bei der Produktion von DRAM-Speicherbausteinen. Hierzu sollte ein Gemeinschaftsunternehmen für Speicherchips gegründet werden, bei dem der deutsche Konzern die Mehrheit gehabt hätte.

Doch vor Weihnachten 2001 gab Infineon das Scheitern der Verhandlungen bekannt. Infineon und die Halbleitersparte von Toshiba waren sich Medienberichten zufolge im Wesentlichen bereits einig gewesen. Doch sowohl Infineon als auch Toshiba kamen für dann - für die Öfffentlichkeit überraschend - zu der Erkenntnis , dass "keine der diskutierten Optionen für beide Seiten zugleich zukunftsfähig wäre". Offenbar waren die Verhandlungen mit Toshiba daran gescheitert, dass Infineon die fusionsbedingten Restrukturierungskosten von Toshiba übernehmen sollte. Als Konsequenz aus dem geplatzten Deal zieht sich Toshiba nun völlig aus dem DRAM-Geschäft zurück.

Schumacher hatte Hynix früheren Äußerungen zufolge als einen der Hauptverantwortlichen für den Preisverfall in der Branche gesehen.

Infineon und Toshiba: Deal geplatzt (PC-WELT Online, 18.12.2001)

Hynix erhöht Preise für Speicher (PC-WELT Online, 02.01.2002)

Infineon: Helfen neue Produktionstechniken aus der Krise? (PC-WELT Online, 12.12.2002)

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