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Sauer auf Game-of-Thrones-Finale? Autor äußert sich

21.05.2019 | 14:45 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Die TV-Saga "Game of Thrones" ist beendet und viele Fans sind enttäuscht. Jetzt äußert sich George R.R. Martin zum Finale der Serie.

Es ist kein Geheimnis, dass die achte und finale Staffel von Game of Thrones nicht allen Fans gefallen hat. Es gibt immer mehr, die sogar per Online-Petition einen kompletten Neudreh der Staffel fordern. Der Fairness halber muss man allerdings auch sagen: Es allen Fans nach acht Jahren Recht zu machen, war für die Macher der TV-Serie wohl eine unlösbare Aufgabe.

Aber was sagt eigentlich George R.R. Martin, Vater von Game of Thrones, selbst zum Finale der TV-Serie? In einem ausführlichen Blog-Eintrag mit dem Titel "An Ending" ("Ein Ende") wirft er einen Blick auf den Zeitpunkt, als die TV-Serie geboren wurde. Er war zu einem Mittagessen mit David Benioff und D.B. Weiss - die am nächsten Star-Wars-Film beteiligt sind - in Los Angeles eingeladen, die ihm erklärten, dass sie unbedingt aus seinem Werk Game of Thrones eine TV-Serie machen wollten und ihm seine Idee vorstellten. George R.R. Martin sagte zu, nachdem ihm Weiss und Benioff eine Antwort auf seine Frage gaben: "Wer ist die Mutter von Jon Schnee?"

"Ich hatte an diesem Nachmittag keinen Schimmer, dass ich mich auf eine Reise begeben würde, die mein Leben verändern würde", schreibt George R.R: Martin rückblickend. Für die gesamte Zeit und den Abschluss der Serie zeigt er sich im Blog-Eintrag äußerst dankbar. Sowohl Benioff und Weiss, als auch alle Schauspieler, Regisseure und die vielen anderen Beteiligten, nicht zuletzt beim Sender HBO, hätten eine hervorragende Arbeit geleistet.

Wie endet Game of Thrones in den Romanen?

Er selbst sei nun stark mit seiner Rolle als Produzent für fünf HBO-Serien, zwei Hulu-Serien und eine History-Channel-Serie beschäftigt.

Spannend für Gamer: George R.R. Martin erklärt, dass er in einem Projekt eines japanischen Spieleentwicklers involviert sei. Das nährt die Hoffnung darauf, dass From Software (Dark-Souls-Reihe) an einem Spiel arbeiten könnte, welches im Game-of-Thrones-Universum angesiedelt ist.

Außerdem sei er auch noch fleißig am Schreiben: An den beiden weiteren Game-of-Thrones-Bänden "The Winds of Winter" (Band 6) und "A Dream of Spring" (Band 7).

George R.R. Martin beantwortet die Frage, ob die Geschichte von Game of Thrones in seinen Büchern so enden werde wie in der TV-Serie, kryptisch mit den Worten:

"Nun... ja. Und nein. Und ja. Und nein. Und ja., Und nein. Und ja."

Dann verweist Martin darauf, dass Benioff und Weiss für ein völlig ein anderes Medium arbeiten und nur knapp sechs Stunden Zeit hatten, um mit der finalen achten Staffel von Game of Thrones alles zu einem Ende zu bringen. Er hingegen werde die Geschichte in den verbleibenden zwei Bänden auf wohl über 3.000 Manuskript-Seiten zu Ende erzählen können. Er werde aber auch noch weitere Seiten, Kapitel und Szenen hinzufügen, falls er es für nötig erachte.

George R.R. Martin betont in dem Blog-Eintrag auch erneut, dass es viele, viele Unterschiede zwischen seinen Romanen und der TV-Serie gäbe. So kämen in seinen Büchern Personen vor, die es in der Serie nie zu sehen gab. Außerdem seien in der Serie einige Personen gestorben, die in seinen Büchern noch eine Rolle spielen. Er verspricht, dass die Leser in den beiden abschließenden Büchern noch viele Dinge über wichtige Akteure in Game of Thrones erfahren werden. Und es werde auch Einhörner geben, zumindest auf eine Art und Weise.

"Buch oder Show, welches wird das 'richtige' Ende haben?", schreibt Martin und fügt gleich die Antwort hinzu: "Was für eine dumme Frage. Wie viele Kinder hatte Scarlett O´Hara?". Als Antwort schlägt er dann vor: "Was haltet ihr davon? Ich schreibe es. Ihr lest es. Dann kann sich jeder eine Meinung bilden und darüber im Internet diskutieren."

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