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Saudischer Prinz hackte Smartphone von Jeff Bezos

22.01.2020 | 17:02 Uhr | Michael Söldner

Das Smartphones des Amazon-Gründers Jeff Bezos soll durch eine Sicherheitslücke in WhatsApp kompromittiert worden sein.

Schon Mitte 2018 wurde das Smartphone des Amazon-Gründers Jeff Bezos gehackt. Dabei wurden offenbar intime Fotos entwendet . Wer für den Hack verantwortlich war, blieb lange offen. Nun berichtet der Guardian, dass der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman ein verseuchtes Video per WhatsApp an Bezos geschickt haben soll, welches das Smartphone im Anschluss kompromittiert habe. In den Stunden nach dem Erhalt des Videos sollen große Datenmengen mit intimen Fotos abgeflossen sein.

Doch wie war es möglich, mit einem Video das Smartphone des Empfängers zu übernehmen? Dazu hat sich nun David Jacoby, Senior Security Research bei Kaspersky, geäußert. Demnach seien in WhatsApp im Jahr 2019 mindestens zwei kritische Sicherheitslücken gefunden worden, über die iOS- und Android-Geräte angreifbar waren. Die Schwachstelle sei recht einfach ausnutzbar gewesen. Dazu sei lediglich eine Nachricht nötig gewesen, die an das Opfer geschickt wurde. Eine Interaktion des Empfängers sei dabei nicht erforderlich. Für Privatpersonen sei ein solcher Angriff laut Kaspersky aber sehr unwahrscheinlich. Cyberkriminelle hätten aber schon lange Zugriff auf diese Exploits. Ein Schutz vor derartigen Angriffen sei nur gegeben, wenn immer die neueste Version von Android sowie von WhatsApp verwendet würde. Außerdem empfiehlt Kaspersky eine Trennung von privaten und geschäftlichen Daten, beispielsweise durch die Nutzung von zwei Smartphones.

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