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Samsung und Mozilla arbeiten an neuer Browser-Engine für ARM und Android

05.04.2013 | 05:56 Uhr |

In Zusammenarbeit mit Mozilla will Samsung eine Browser-Engine entwickeln, die auf Endgeräten mit Android lauffähig sein soll.

Samsung und Mozilla wollen im Rahmen einer Kooperation eine Browser-Engine entwickeln, die auf allen Android-Smartphones mit ARM-Prozessor verwendet werden kann. Die auf den Namen Servo getaufte Technik setzt auf Mozillas Programmiersprache Rust, die auch Mehrkernprozessoren ansprechen kann. Samsung hat im Gegenzug bereits mit der Integration in seine Prozessor-Technologie begonnen.

Eine erste Version von Servo könnte jedoch noch lange auf sich warten lassen. Mozilla kann eine erste Rust-Version erst im kommenden Jahr zur Verfügung stellen, entsprechend dürfte sich auch die finale Fassung von Servo noch verzögern.

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Beide Partner erhoffen sich von Rust eine sichere Struktur, die Speicherfehler weitgehend verhindern und somit auch nur wenige Sicherheitslücken bieten soll. Branchenkenner gehen davon aus, dass die Kooperation als erster Schritt zu einer Trennung von Samsung und Google gesehen werden könnte. Der südkoreanische Hersteller vertraut schon seit Jahren auf das mobile Betriebssystem Android von Google. Eine eigene Browser-Engine könnte Samsung mehr Freiheit verschaffen.

Mozilla zeigt auf dem Mobile World Congress sein neues Smartphone-Betriebssystem Firefox OS. Anders als bei den Konkurrenten Android, iOS und Windows Phone, basieren Apps für Firefox OS in erster Linie auf HTML 5. Außerdem soll laut Mozilla kein spezieller App-Store nötig sein. Die Entwickler können ihre Apps direkt an die Nutzer vertreiben. Die ersten Geräte mit Firefox OS werden von Alcatel, LG, ZTE und Huawei auf den Markt kommen. Allerdings sollen sie zunächst in Entwicklungs- und Schwellenländern verkauft werden.

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