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Samsung Galaxy S4: Unser erster Eindruck & Fazit

15.03.2013 | 07:19 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Wir hatten nach Ende des Events die Möglichkeit, für kurze Zeit das neue Samsung Galaxy S4 auszuprobieren. Das Polycarbonat-Gehäuse des S4 liegt etwas angenehmer in die Hand als der Vorgänger, aber Plastik bleibt nun mal Plastik und das angenehme Gefühl, etwa ein iPhone 5 oder ein HTC One S in der Hand zu halten, kommt beim S4 niemals auf. Die 13-Megapixel-Kamera hinterließ einen guten Eindruck. Erst ausgiebige Tests werden aber zeigen, was die Kamera wirklich taugt.

Positiv fällt auch das mit nur 130 Gramm sehr geringe Gewicht des Geräts auf. Das ist um so bemerkenswerter, weil das S4 viel Power unter der Haube hat und natürlich auch viel besser ausgestattet (größeres Display, etc) ist als der direkte Vorgänger. Dennoch bringt das Galaxy S4 ganze drei Gramm weniger Gewicht als das Galaxy S3 auf die Waage. Und es ist mit 7,9 mm sogar dünner als das Samsung Galaxy S3 (8,6 mm). Bei Gewicht (113 Gramm) und Dicke (7,6 mm) liegt aber insgesamt weiterhin das iPhone 5 vorne.

Auf dem Samsung Galaxy S4 läuft Android 4.2.2 (Jelly Bean). Vor allem mit den hinzugefügten Extras, die den Alltag erleichtern und bereichern sollen, will Samsung mit dem neuen Gerät punkten. Die S-Translator-Funktion funktionierte in unseren ersten Tests tadellos und übersetzte die in deutscher Sprache gesprochenen Texte fehlerfrei in die englische Sprache. Ebenso korrekt wurde auch eine in koreanisch verfasste Mail in verständliche englische Sprache übersetzt (eine Übersetzung des Textes aus der Mail-App ins Deutsche war auf dem Testgerät noch nicht möglich).

Ebenfalls praktisch ist die IR-Funktion, mit der sich jedes Samsung Galaxy S4 in eine Fernbedienung für alle Geräte im Haushalt verwandeln lässt. Das macht den Kauf von Extra-Hardware überflüssig. Die Nutzung von Samsung Knox dürfte das Galaxy S4 als Android-Gerät endlich auch für solche Unternehmenskunden interessant machen, die sich einen erweiterten Schutz ihrer Daten vor unbefugtem Zugriff wünschen und dennoch nicht darauf verzichten wollen, ihr Gerät auch für private und eher unterhaltungstypische Zwecke zu nutzen.

Immerhin unterstützt das Samsung Galaxy S4 zum Start mit einem Gerät alle LTE-Netze weltweit. Etwas, was Apple mit seinem iPhone 5 nicht geschafft hatte.

Ein paar Fragen bleiben aber noch offen und die wird Samsung erst demnächst beantworten. So fehlen derzeit noch die weiteren Details zum Display, wie beispielsweise dessen Helligkeit, und zur genauen Taktung der mobilen CPU beim Modell für den deutschen Markt. Ebenfalls offen ist derzeit auch der Preis für das Gerät.

Bis Ende April, wenn das Samsung Galaxy S4 in den Farben "black mist" und "white frost" bei etwa 330 Mobilfunkanbietern weltweit auf den Markt kommt, ist es aber nicht mehr allzu viel Zeit. Samsung dürfte also auch diese Infos demnächst verkünden.

Unterm Strich hat Samsung mit großem Tamtam einen Nachfolger des Samsung Galaxy S3 präsentiert, der die Erwartungen erfüllt, aber nicht übertrifft und nicht enttäuscht. Der PC-WELT-Test wird zeigen, wie schnell der 8-Kerner tatsächlich ist, die Akkulaufzeit überprüfen und die neuen Apps einen Alltags-Test unterziehen.

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