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Samsung stellt ersten Smartphone-Chip mit Raytracing vor

18.01.2022 | 17:45 Uhr | Michael Söldner

Der in Zusammenarbeit von Samsung und AMD entstandene Exynos 2200 soll mobiles Gaming auf ein neues Niveau heben.

Vor gut einem Jahr kündigte Hersteller Samsung an, dass in kommenden Exynos-Smartphone-Prozessoren auch eine Grafikeinheit von AMD zu finden sein werde. Danach wurde es still um den neuen Chip, der auf Basis der RDNA2-Grafiktechnologie von AMD sogar Raytracing auf Smartphones ermöglichen sollte. Nun hat der südkoreanische Hersteller mit dem Exynos 2200 seinen neuesten Mobilchip vorgestellt, der auf die angekündigte GPU von AMD setzen soll.

Acht Kerne und bessere NPU

Samsung lässt den Exynos 2200 im 4-Nanometer-Verfahren fertigen. Die Grafikeinheit von AMD tauft der Hersteller „Xclipse“. Nach Angaben von AMD sei dies nur die erste Generation der gemeinsam konzipierten Chips. Auf Seiten der CPU kommen im Exynos 2200 Armv9-Kerne zum Einsatz. Dazu gehören neben einem schnellen Cortex-X2 auch drei Cortex-A710-Kerne für eine ausbalancierte Performance. Außerdem finden sich im Chip vier effiziente Cortex-A510-Kerne für einfache Hintergrundaufgaben. Die Neural Processing Unit (NPU) soll im Exynos 2200 doppelt so stark sein. Kameras dürfen den Chip mit Bildern versorgen, die maximal 200 Megapixel groß sein dürfen.

Marktstart wohl im Galaxy S22

Noch steht nicht fest, in welchen Geräten Samsung den neuen Exynos 2200 verbauen möchte. Normalerweise ist der Chip zuerst in den US-Geräten der Galaxy-Reihe zu finden, während Samsung in anderen Märkten auf die neuesten Chips von Qualcomm setzt. Ob Samsung auch anderen Herstellern Zugriff auf den Exynos 2200 gestattet, bleibt offen. Bislang durfte zum Beispiel Vivo immer wieder Chips von Samsung verwenden. Zuerst dürfte der Exynos 2200 wohl aber im Galaxy S22 zu finden sein. Ein konkreter Termin für dieses Smartphone steht aber noch nicht fest.

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