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Samsung plant Autobatterietechnik für Smartphones - höhere Kapazität durch Stacking

21.04.2022 | 12:30 Uhr | Peter Müller

Nach einem Bericht der koreanischen Publikation "The Elec" will Samsung SDI eine für die Batterien von Elektrofahrzeuge bewährte Technik auf das Smartphone bringen.

Samsung SDI, der auf Batterien spezialisierte Ableger des koreanischen Staatskonzerns Samsung, plant laut des Branchenblattes "The Elec" , eine für die Akkus von Elektrofahrzeugen bewährte Technik auf die weit kleineren Akkus von Smartphones zu bringen. Statt Kathode, Separator und Anode aufzurollen, sollen die einzelnen Elemente gestapelt werden. Die elektrochemisch wirksame Oberfläche erhöht sich in einem solchen Stack, bei gleicher Größe sollen die Akkus eine höhere Ladung bereitstellen.

The Elec, zu dessen Bericht es bisher keine zweite unabhängige Quelle gibt, schreibt jedoch von einer Kapazitätserhöhung von "über zehn Prozent" – ein echter Gamechanger wäre das für die Batterietechnologie eher nicht. Dieser steht mit der SALD-Technik schon eine ganze Weile in den Startlöchern, auch hier vergrößert das Stapeln von Schichten die aktive Oberfläche – dies geschieht jedoch bereits auf atomarer Ebene und könnte gar zu einer Verdreifachung der Ladekapazität führen.

Mehr Akku – immer gerne

Gleichwohl gehört eine längere Batterielaufzeit jedes Jahr zu den am häufigsten geäußerten Wünschen für eine jede neue Smartphone-Generation. Zehn Prozent mehr würde entweder noch dünnere und leichtere Geräte erlauben oder eine Verlängerung der Laufzeit um eine oder zwei Stunden, je nach Einsatz. Apple hatte zuletzt beim Sprung von der iPhone-Generation 12 zu der 13er im vorigen Herbst durch eine Verbesserung der Effizienz der Prozessoren eine ähnliche Verbesserung erreicht. Vor allem beim in der Vorgängerversion eher schwachen iPhone 13 Mini hatte sich das deutlich bemerkbar gemacht .

So spekuliert "The Elec" auch weiter, Apple könnte Interesse daran haben, die neuen Batterien der M-Linie (von der es insgesamt zwölf Varianten gebe) bei Samsung SDI für künftige iPhones zu beziehen. Ein Vorteil der Stacking-Technologie könnte auch darin bestehen, dass sich Akkus nicht mehr nach längerem Einsatz aufblähen könnten, ein Umstand, der höhere Dichten bislang verhindert habe. Samsung baue jedenfalls bereits eine Pilotanlage im chinesischen Tianjin, die Massenproduktion werde man aber in Cheonan, Südkorea, erledigen.

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