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Samsung-Manager irrt sich: Keine Million Fold verkauft

16.12.2019 | 08:53 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Ein hoher Samsung-Manager hatte die Zahl der verkauften Fold-Geräte mit 1 Million beziffert. Er lag falsch.

Update, 16.12.2019: Samsung hat die Berichte dementiert, laut denen das Unternehmen bereits 1 Million Galaxy-Fold-Geräte seit dem Start im September 2019 verkauft habe. Die Berichte - so auch unserer - stützten sich auf einer Aussage von Young Sohn-kwon, Samsung Electronic President, der die Zahl der verkauften faltbaren Smartphones eigentlich kennen sollte. Einem offiziellen Statement von Samsung zufolge irrte sich Sohn-kwon aber bei der von ihm genannten Zahl. Ein Samsung-Sprecher erklärte gegenüber der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap, Sohn-kwon habe wohl die ursprünglich geplante mit der tatsächlich verkauften Anzahl der Geräte verwechselt.

Konkret hatte Samsung vor dem Verkauf des Galaxy Fold die Zahl der verkauften Geräte im Jahr 2019 mit 1 Million geschätzt. Später korrigierte Samsung die prognostizierte Anzahl allerdings auf 500.000 verkaufte Galaxy Fold im Jahr 2019. Dies entspricht ungefähr auch den Erwartungen von Marktbeobachtern. Für das Jahr 2020 wird die Zahl der verkauften faltbaren Smartphones auf 6 Millionen Geräte geschätzt.

Ursprüngliche Meldung vom 13.12.2019: Der Start vom Samsung Galaxy Fold verzögerte sich aufgrund von dringend notwendigen Nachbesserungen, aber Samsung zeigt sich jetzt zufrieden mit den Verkäufen des faltbaren Android-Smartphones. In Berlin erklärte Young Sohn-kwon, Samsung Electronic President, dass sich das immerhin über 2.000 Euro teure Gerät bereits über 1 Million Mal verkauft hat. Über eine Million Menschen, so verkündete Sohn stolz, seien bereit für dieses neuartige Android-Gerät über 2.000 US-Dollar auszugeben.

Im Oktober 2019 hatte Samsung die Zahl der verkauften Galaxy Fold noch mit knapp einer halben Million geschätzt. Innerhalb von über zwei Monaten sind nochmal über eine halbe Millionen verkaufte Geräte damit hinzugekommen. Nicht schlecht für ein Smartphone, welches zunächst viel negative Publicity einstecken musste, ehe es dann verbessert auf den Markt gebracht werden konnte. So musste unter anderem die Folie des Displays so geändert werden, dass sie beim Besitzer nicht den Anschein erweckt, man könne sie abziehen. Die Folie sorgt dafür, dass kein Dreck unter den faltbaren und damit flexiblen Display kommt. In den ersten Testexemplaren hatten US-Tester noch gedacht, die Folie könnte abgezogen werden , was allerdings keine gute Idee war. Auch den Faltmechanismus besserte Samsung nach, ehe dann das Gerät mit einiger Verspätung auf den Markt kam.

Vom Erfolg nicht-faltbarer Smartphones ist Samsung aber erwartungsgemäß noch weit entfernt. Allein das Samsung Galaxy S10 Plus hatte sich im ersten Quartal nach der Verfügbarkeit über 6 Millionen Mal verkauft. Samsung ist aber vom Erfolgspotential der faltbaren Smartphones überzeugt und prognostiziert für das Jahr 2020 mehr als 6 Millionen verkaufte Fold-Smartphones.

Hartnäckig hält sich auch das Gerücht, dass das Galaxy Fold bereits im Frühjahr 2020 einen Nachfolger erhält. Das Galaxy Fold 2 soll demnach im aufgeklappten Zustand entweder über ein kleineres (6,7 Zoll) oder über ein größeres (8,1 Zoll) Display als das aktuelle Modell mit seinen 7,3 Zoll verfügen. Als Display-Schutz soll Ultra Thin Glass (UTG) anstelle der Polyimid-Folie zum Einsatz kommen. Außerdem soll sich beim Fold 2 die Front-Kamera unter dem Display befinden, wofür die Hole-In-Active-Area (HIAA) Technik zum Einsatz kommen soll.

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