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Samsung Galaxy Z Fold 2: So sollte ein faltbares Smartphone sein

01.09.2020 | 16:03 Uhr | Dennis Steimels

Mit dem Galaxy Z Fold 2 hat Samsung sein neuestes faltbares Smartphones vorgestellt, das tatsächlich auch modern aussieht. Hier gibt es alle Infos.

Samsungs erstes faltbares Smartphone Galaxy Fold war nicht so ganz das, was man sich unter einem modernen Falt-Handy vorstellte. Klar, die Technik selbst war beeindruckend, aber im zusammengeklappten Zustand hatte man ein kleines 4,6 Zoll Display mit sehr viel Rand drumherum.

Das neue Galaxy Z Fold 2 dagegen kommt jetzt genauso, wie wir uns alle das erste Klapp-Smartphone von Samsung gewünscht hätten: Mit einem großen ausklappbaren Display auf der Innenseite und einem großen, nahezu randlosen Bildschirm im zusammengeklappten Zustand. Heißt: Auch wenn man das Handy im klassischen Format nutzt, hat man nicht das Gefühl, einen alten Telefon-Knochen in der Hand zu halten. Und das alles gibt es auch zu einem Preis von unter 2.000 Euro - mehr zum Preis und Verfügbarkeit weiter unten.

Display und Design: endlich auch außen ein großer Bildschirm

Samsung behält die Bauweise des Falt-Handys bei. Heißt: Auf der Innenseite des Galaxy Z Fold 2 finden Sie das große AMOLED-Display mit 7,6 Zoll und einer Bildwiederholrate von 120 Hertz. Auf der Außenseite, also auf der Vorderseite im zusammengeklappten Modus, befindet sich der 6,2 Zoll große Bildschirm - vorher war dieser gerade mal 4,6 Zoll klein. Im Display ist ein Punch-Hole, in dem die 10 Megapixel Frontkamera steckt. Das Punch-Hole finden Sie auch im größeren der beiden Bildschirme, denn Samsung verabschiedet sich von der Notch, die es beim Galaxy Fold noch gab.

Samsung Galaxy Z Fold 2 mit großen Außen-Display
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© Samsung

Das Galaxy Z Fold 2 orientiert sich am Design der aktuellen Galaxy Note 20-Serie. Das Kamera-Modul auf der Rückseite hat die gleiche Optik und auch die neue Farbe Mystic Bronze steht neben Schwarz zur Auswahl. Uns gefällt das Design. Wie sich das Gerät und vor allem der Klapp-Mechanismus anfühlen, können wir erst sagen, wenn wir das Gerät im Test hatten.

Samsung Galaxy Z Fold 2 im Note 20-Design
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© Samsung

Übrigens schafft es Samsung, das Handy nicht nur moderner aussehen zu lassen, sondern es zeitgleich auch dünner zu bauen. An der dicksten Stelle misst das Galaxy Fold 17,1 Millimeter, das Galaxy Z Fold 2 hingegen 16,8 Millimeter.

Samsung Galaxy Z Fold 2 Dicke
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© Samsung

Funktionen des Klapp-Handys Galaxy Z Fold 2

Klappen Sie das Handy auf, dann können Sie fließend das weiter machen, was Sie gerade auf dem Außenbildschirm getan haben - das nennt sich "App Continuity". So können Sie etwa mehr Kartenbereich in Google Maps sehen oder Dokumente in Word besser bearbeiten. Übrigens sind die Microsoft-Anwendungen wie eben Word, aber auch Powerpoint, Excel und Co. an die Maße des Galaxy Z Fold 2 angepasst, um möglichst optimal mit den Apps zu arbeiten.

Sie können mehrere Apps gleichzeitig auf dem Screen anzeigen und die jeweilige Größe auf dem Bildschirm einstellen. Sie können diese Apps auch als "App-Paar" abspeichern und mit nur einem Tipp diese mehreren Apps gleichzeitig starten. Außerdem können Sie per Drag & Drop Dateien zwischen den Apps teilen.

Flex Mode: Entfalten Sie das innen liegende Display nur zu 90 Grad, dann können Sie das Handy auf den Tisch stellen. Das Handy erkennt den Winkel und passt automatisch ausgewählte Apps an und teilt die Funktionen auf beide Display-Hälften auf. Dadurch läuft beispielsweise ein Film auf dem oberen Bildschirm, die Video-Bedienelemente befinden sich aber auf der unteren Hälfte. Das ist sehr praktisch! Mit dem Flex Mode können Sie Ihr Handy auch irgendwo hinstellen, die Kamera starten und sich selbst filmen. Sie brauchen dabei kein Stativ, sondern nur eine Ablage. Dank Auto Framing verfolgt die Kamera Ihre Bewegungen und zeigt Sie im Fokus.

Samsung Galaxy Z Fold 2 Flex Mode
Vergrößern Samsung Galaxy Z Fold 2 Flex Mode
© Samsung

Im aufgeklappten Zustand befindet sich auf der Rückseite nicht nur die Kamera, sondern auf der anderen Hälfte der Außenbildschirm. Ist die Kamera aktiv, dann können Sie das Bild auch auf dem Außen-Display anzeigen lassen, wodurch die Person, die fotografiert wird, sich selbst sehen und entsprechend Ihren Gesichtsausdruck oder ihre Pose ausrichten kann.

Kamera im Note 20-Design

Die Triple-Hauptkamera hat die gleiche Optik wie im Galaxy Note 20. Doch es sind nicht komplett die gleiche Cams verbaut, da im Z Fold 2 alle drei Kameras maximal mit 12 Megapixeln auflösen, während im Note 20 die Telekamera 64 Megapixel bietet. Zum Einsatz kommen eine klassische Weitwinkel-Cam mit optischem Bildstabilisator, eine Ultra-Weitwinkel-Linse sowie eine Tele-Kamera für den Zoom.

Samsung Galaxy Z Fold 2 Kamera
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© Samsung

Ohne die Kamera getestet zu haben, können wir die Qualität natürlich nicht bewerten. Aus Erfahrung wissen wir aber, dass Samsung-Handys generell zu den stärksten Foto-Smartphones gehören.

Weitere Ausstattung des Galaxy Z Fold 2

Das Galaxy Z Fold 2 ist natürlich mit 5G ausgestattet und damit für die Zukunft gerüstet. Der interne UFS 3.1-Speicher ist 256 GB groß, an Arbeitsspeicher stehen 12 GB zur Verfügung. Samsung verbaut einen Octa-Core-Prozessor, der im 7-Nanometer-Verfahren gefertigt wurde. Der Akku bietet eine Kapazität von 4500 mAh, was in Ordnung ist, wobei Samsung auch mehr kann, wie das neu vorgestellte 360-Euro-Handy Samsung Galaxy M51 mit 7.000-mAh-Akku eindrucksvoll unter Beweis stellt.

Eine wichtige Besonderheit, die wir an dieser Stelle auch betonen möchte: Auch in der in Deutschland verfügbaren Version wird das Samsung Galaxy Z Fold 2 mit dem Snapdragon 865 Plus ausgeliefert und nicht mit einem eigenen Exynos-Chip.

Wie beim Vorgänger garantiert Samsung auch beim Galaxy Z Fold 2 mindestens 200.000 Faltvorgänge. Die Vorderseite des Geräts besteht aus Gorilla Glass Victus von Corning, dem aktuellen Nachfolger von Gorilla Glass 6, der noch widerstandsfähiger ist und das Display vor Kratzern und Stürzen besser schützt. Auf der Rückseite kommt der Vorgänger zum Einsatz.

Mit dabei ist außerdem Wireless Powershare, um andere Smartphones oder Geräte kabellos aufzuladen, sofern sie Wireless Charging unterstützen. Auch ein Fingerabdruck-Sensor ist am Start - und zwar an der Seite des Geräts.

Galaxy Z Fold 2: Preis und Verfügbarkeit

Das Galaxy Z Fold 2 wird ab dem 18. September 2020 ausgeliefert und ab dem 1.9. unter anderem im Samsung Online Shop vorbestellbar. Der Preis: 1.949 Euro inklusive Mehrwertsteuer in den Farben Mystic Black oder Mystic Bronze. Samsung bietet das faltbare Smartphone also wieder unter 2.000 Euro an - eine Preisobergrenze, die sich Samsung auch selbst gesetzt hat. Exklusiv gibt es nur im Samsung Online Shop auch Scharnierabdeckungen mit einer der vier verschiedenen Akzentfarben individualisieren: Metallic Silver, Metallic Gold, Metallic Red und Metallic Blue.

Der Preis von 1.949 Euro ist relativ hoch für ein Smartphone. Stellt sich die Frage nach der Zielgruppe: Mit dem hochpreisigen faltbaren Smartphone will Samsung laut eigenen Angaben Menschen ansprechen, die im Beruf erfolgreich sind, produktiv mit einem Smartphone arbeiten und dafür auch moderne Technik einsetzen wollen. Sich also auch über "Technik definieren", wie es Samsung ausdrückt. An das jüngere Publikum richtet sich dagegen die auch günstigere Z-Flip-Reihe.

Wie bei allen Flaggschiff-Smartphones gibt Samsung auch beim Galaxy Z Fold 2 eine Android-Update-Garantie von 3 Jahren.

Einschätzung zum neuen Galaxy Z Fold 2

Samsung hat sich dem größten Kritikpunkt am Galaxy Fold angenommen und den Bildschirm auf den Außenschale deutlich vergrößert und nahezu randlos gestaltet. Nun sieht das Handy auch von außen modern und stylish aus und lässt sich auch wie ein normal großes Smartphone bedienen, wenn man nicht gerade den noch größeren Screen braucht. Auch sonst können wir nicht meckern, wenn wir uns das Design anschauen, denn das ist am Note 20 angelehnt und sieht sehr wertig aus. Die neue Farbe Bronze ist sehr schick. Die Ausstattung ist auch sehr gut, denn mit 5G, Dual-SIM, 256 GB Speicher ist alles dabei, was man braucht. Und CPU und RAM sollten auch stark genug sein, das Potenzial des großen Screens mit Multitasking vollständig auszunutzen.

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