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Ryzen: Mehr Kerne mit Zen 4 und Zen 5

23.08.2021 | 16:22 Uhr | Michael Söldner

Mit dem Wechsel auf den Sockel AM5 dürfte auch die Anzahl der möglichen Kerne bei Ryzen-CPUs zunehmen.

Der bereits im März 2017 eingeführte Sockel AM4 für AMD-Prozessoren konnte anfangs nur CPUs mit acht Kernen beherbergen. Aktuell lassen sich darauf sogar Prozessoren mit bis zu 16 Kernen nutzen. Für CPUs mit mehr Kernen ist allerdings ein neuer Sockel nötig, der mit AM5 auch schon in den Startlöchern steht. Für den geplanten Zen-3-Refresh soll noch einmal der betagte AM4-Sockel eingespannt werden. AM5 hingegen soll mit den kommenden Zen-4- und Zen-5-CPUs von AMD erstmals genutzt werden. Dadurch sind AMD-Prozessoren für Endanwender mit mehr Kernen möglich. Laut dem Twitter-Nutzer BitsAndChipsEng plane AMD für den Sockel AM5 Chips mit bis zu 24 Kernen. Die Prozessoren mit 20 bis 24 Kernen will AMD demnach als Ryzen 9 vermarkten. CPUs mit 12 bis 16 Kernen hingegen sollen als Ryzen 7 auf den Markt kommen. Sechs- und Achtkerner wolle AMD als Ryzen 5 vermarkten und die Zwei- bis Vierkerner erhalten die Bezeichnung Ryzen 3.

Die neuen Bezeichnungen, sollten sie sich denn bestätigen, könnten viele Nutzer verwirren. Denn aktuell bieten selbst die Ryzen-3-CPUs immer vier Kerne. Den letzten relevanten Zweikern-Prozessor hat AMD als Athlon 3000G vermarktet. Daher bleibt abzuwarten, ob AMD tatsächlich auf die neue Klassifizierung seiner CPUs setzen möchte. Wie Intel plant auch AMD, künftig schnelle und langsame Kerne in seinen Prozessoren zu vermischen. Dieser aus der Smartphone-Welt schon lange als Big-Little-Konzept bekannte Ansatz dürfte in den kommenden Jahren auch im PC-Bereich Einzug halten. Da die kleinen Kerne meist nur einen Thread abarbeiten können, ergeben sich teils merkwürdige Kern- und Thread-Angaben. Auch dieser Umstand dürfte Auswirkungen auf die Bezeichnungen der neuen CPUs haben.

AMD: Ab Zen 5 wohl ebenfalls mit Big-Little-Konzept

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