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Ryzen 7000 mit leistungsfähiger Grafikeinheit?

25.02.2022 | 16:14 Uhr | Michael Söldner

In den Ryzen-7000-CPUs soll eine integrierte Grafikeinheit mit einem Drittel der Leistung des Steam Deck stecken.

AMD bereitet sich mit Ryzen 7000 auf die nächste Generation seiner Prozessoren vor. Diese sollen auch im Desktop-Bereich über eine integrierte Grafikeinheit verfügen, die den Einbau einer Grafikkarte überflüssig machen kann, wenn der Rechner primär für Office-Aufgaben herhalten soll. Dabei soll die auch in den aktuellen Konsolen verwendete RDNA2-Technik zum Einsatz kommen. Die GPU-Einheit soll aus vier Compute Units und 256 Shader-Einheiten bestehen, die mit 1,1 GHz arbeiten. Die damit verbundene Grafikleistung würde dann in etwa einem Drittel der Grafikleistung des Steam Deck von Valve entsprechen. Für Spiele dürfte die Performance zwar kaum genügen, für den alltäglichen Windows-Betrieb wäre sie jedoch ausreichend.

Aufholjagd mit Intel

Der Hersteller scheint mit dieser Entscheidung zum Konkurrenten Intel aufschließen wollen. Intel verbaut in nahezu allen Prozessoren eine integrierte Grafikeinheit. Damit eignen sich diese Chips auch für preiswerte Office-Rechner. Bei AMD musste hierfür bislang eine teurere APU verbaut werden, wenn keine zusätzliche Grafikkarte verbaut werden soll.

Vorstellung im September

Für PC-Spieler hätte eine integrierte Grafikeinheit ebenfalls einen Vorteil, beispielsweise bei Problemen mit der gesteckten Grafikkarte. Auch dann könnte unter Windows noch eine Fehlersuche stattfinden, das Bild wird in diesem Fall über die integrierte Grafikeinheit dargestellt. Die Ryzen-7000-Prozessoren von AMD werden voraussichtlich im September 2022 vorgestellt. Dann wird sich zeigen, ob AMD die Krone beim PC-Gaming wieder an sich reißen kann. Für Endkunden wäre eine in jeder CPU verbaute Grafikeinheit sicherlich ein Vorteil, egal ob Gaming auf der Wunschliste der Käufer steht oder nicht.

Ryzen 7000: 5-Nanometer-Fertigung und PCI-E 5.0

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