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Ryzen 7000 mit DDR5-5200, aber ohne DDR4-RAM

27.04.2022 | 15:45 Uhr | Michael Söldner

Die Ryzen-Prozessoren der 7000er-Reihe unterstützen DDR5-5200 Arbeitsspeicher, aber keinen DDR4-RAM mehr.

Mit „Raphael“ bereitet sich AMD auf seine nächste Prozessorgeneration vor. Diese Ryzen-7000-CPUs erfordern einen neuen Sockel namens AM5, bieten dafür aber die Unterstützung von DDR5-Arbeitsspeicher und PCI-Express 5.0. Der Speicheranbieter Apacer hat nun enthüllt , dass Ryzen 7000 offiziell DDR5-5200-Arbeitsspeicher unterstützen werde. Damit könnte sich AMD vor den Konkurrenten Intel setzen, der bei seinen Alder-Lake-CPUs offiziell nur DDR4-4800 unterstützt. Damit würde AMD um 400 MHz schnelleren RAM nutzbar machen.

Kein DDR4-Betrieb möglich

Im Gegenzug müssen AMD-Käufer jedoch nach Angaben von Apacer auf einen Betrieb eines Ryzen-7000-Prozessors mit DDR4-Arbeitsspeicher verzichten. Während Intel je nach Board einen Betrieb von Alder Lake mit DDR4 oder DDR5 ermöglicht, scheint AMD auf diese Alternative verzichten zu wollen.

Hohe Preise für DDR5-Arbeitsspeicher

Für Aufrüster bedeutet dies jedoch, dass neben einer neuen AMD-CPU auch ein neues Mainboard mit neuem Arbeitsspeicher angeschafft werden muss. Bei Intel lässt sich bei geschickter Boardauswahl der alte DDR4-Arbeitsspeicher auch mit einer brandneuen Alder-Lake-CPU weiternutzen. Dies ist auch von Bedeutung, da DDR5-Arbeitsspeicher aktuell noch deutlich teurer ist als der weit verbreitete DDR4-RAM. So kosten 16 GB DDR5-5200 von Kingston noch 130 Euro, während ein DDR4-3200-Modul mit 16 GB des gleichen Herstellers nur knapp 70 Euro kostet. Sollte AMD tatsächlich schnellere RAM-Riegel mit den Ryzen-7000-Prozessoren erlauben, so könnte Aufrüstern dennoch ein guter Anreiz für ein Upgrade geboten werden. Offiziell bestätigt hat AMD diese Pläne jedoch noch nicht.

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