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Russland blockiert Microsofts LinkedIn

17.11.2016 | 12:55 Uhr |

Russland blockiert zum ersten Mal den Online-Zugriff auf ein großes soziales Netzwerk. Die Gründe für die LinkedIn-Blockade.

Die russische Aufsichtsbehörde hat am Donnerstag eine Blockade des Online-Karriere-Netzwerks LinkedIn angeordnet. Damit wird ein kürzlich von einem Gericht gefälltes Urteil umgesetzt, laut dem LinkedIn gegen die in Russland geltenden Datenschutzregeln für Nutzerdaten verstoße. Es ist das erste Mal, dass in Russland der Zugang zu einem großen sozialen Netzwerk blockiert wird. Über sechs Millionen Russen sollen bei LinkedIn registriert sein.

Konkret wird LinkedIn vorgeworfen, gegen das in Russland geltende Datenschutzgesetz aus dem Jahre 2014 zur Speicherung von Nutzerdaten russischer Bürger zu verstoßen. Diese dürfen dem Gesetz zufolge nur auf russischen Servern gespeichert werden. LinkedIn war im Vorfeld aufgefordert worden, sich an das Gesetz zu halten. Nachdem dies nicht geschah, folgte ein Urteil und nun die Blockade des Dienstes. Zuletzt hatte LinkedIn offenbar nur Gesprächsbereitschaft zu diesem Thema angekündigt.

Teilweise ist LinkedIn auch weiterhin in Russland erreichbar. Die Internet-Provider haben aber angekündigt, die Anordnung zur Blockade von LinkedIn so schnell wie möglich umsetzen zu wollen.

Microsoft hatte im Juni die Übernahme von LinkedIn für fast 24 Milliarden Euro angekündigt.

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