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Rundfunkbeitrag: Ab sofort kann es teurer werden - das sollten Sie beachten

16.05.2022 | 10:02 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Der gestrige 15.5.2022 war ein wichtiger Stichtag. Denn ab jetzt müssen Sie sich selbst darum kümmern, dass Sie den Rundfunkbeitrag rechtzeitig bezahlen. Andernfalls droht ein Säumniszuschlag.

Der gestrige 15. Mai 2022 war beziehungsweise ist noch immer ein wichtiger Tag für Rundfunkbeitragszahler. Und zwar für solche Rundfunkbeitragszahler, die ihren Rundfunkbeitrag in Höhe von 55,08 Euro für ein Quartal nicht per Lastschrift einziehen lassen, sondern alle drei Monate selbst überweisen. Denn zum 15.5.2022 hat der „ARD ZDF Deutschland­radio Beitrags­service“ erstmals keine Erinnerungsschreiben zur Quartalszahlung mehr verschickt. Sie müssen also nun selbst aktiv werden.

Der Rundfunkbeitrag wird wohl weiter steigen – das ist der Grund

Bereits im Februar 2022 hatte der Beitragsservice auf diese wichtige Änderung hingewiesen, mehr dazu lesen Sie in dem Beitrag Rundfunkbeitrag: Jetzt kann es teurer werden - für diese Zahler.

Von nun an bekommen Rundfunkbeitragszahler nur noch einmal pro Jahr eine Erinnerung mit allen für das kommende Jahr gültigen Zahlterminen. Das Problem: Wer vergisst, den Rundfunkbeitrag jeweils pünktlich zu überweisen, muss einen Säumniszuschlag zahlen. Dieser beträgt mindestens acht Euro.

Sie müssen sich die Zahlungstermine also selbst merken und rechtzeitig überweisen. Das sind die Stichtage:

  • 15. Mai

  • 15. August

  • 15. November

  • 15. Februar.

Der Betrag von 55,08 Euro muss bis spätestens vier Wochen nach dem jeweils fälligen Zahlungstermin überwiesen werden.

Alternativ können Sie auf das Lastschriftverfahren umsteigen. Sie können das auf der Webseite des Beitragsservice unter „Name, Adresse, Zahlungsweise ändern“

Barzahlung grundsätzlich nicht möglich

Die Verbraucherzentrale Bayern weist zudem auf ein Urteil des Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) vom 27. April 2022 hin (Az. 6 C 2.21, 6 C 3.21). Danach können die Rundfunkanstalten grundsätzlich die Barzahlung des Rundfunkbeitrags ablehnen. Damit ist der lange Streit um die Frage, ob man den Rundfunkbeitrag bar bezahlen darf, entschieden. Denn die Barzahlung des Rundfunkbeitrags hatte sich zur Protestform entwickelt.

„Lediglich Beitragspflichtige, die nachweislich kein Girokonto eröffnen können, sollen ihren Beitrag künftig bar und ohne Zusatzkosten bezahlen dürfen“, sagt Esther Jontofsohn-Birnbaum von der Verbraucherzentrale Bayern.

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