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Rückkehr zum Mond: NASA sucht nach Wasser auf Mond

28.04.2020 | 11:27 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Vorbereitung auf die nächste Mondlandung: Mit einem Kleinsatelliten sucht die NASA nach Wasser auf dem Mond.

Die NASA will die dunkelsten Krater des Mondes erforschen. Mit einem Mini-Satelliten, der einen Laserstrahl zum Boden des Mondkraters schickt. Der Mini-Satellit heißt CubeSat und das konkrete Forschungsprojekt an Bord des Satelliten wird als Lunar Flashlight bezeichnet. CubeSar ist ungefähr so groß wie ein Aktenkoffer, 12x24x36 cm groß und 14 Kilogramm schwer.

Lunar Flashlight soll gefrorenes Wasser auf der Mondoberfläche entdecken. Falls sich auf dem Mond tatsächlich Eis befindet, dann an Stellen, in die kein Sonnenlicht vordringt. Also an den tiefsten Punkten von Kratern. Genau dort soll CubeSat/Lunar Flashlight suchen.

Zwei Monate lang soll der Mini-Satellit niedrig über die Südpolregion des Mondes fliegen und Laserstrahlen in die tiefsten Krater  schicken. Diese Krater an Nord- und Südpol gelten als die kältesten Stellen auf dem Mond, das Sonnenlicht dringt dort nie bis zum Kraterboden. Das Eis könnte zum Beispiel von Kometen oder Asteroiden stammen, die dort einst auf dem Mond aufgeschlagen sind.

Sofern die Laserstrahlen, deren Wellenlänge im Bereich des „nahen Infrarotlichts“ liegt (Wellenlänge zwischen 780 nm bis 3 µm) , auf Wasser stoßen, würden sie vom Eis absorbiert werden. Ein Reflektometer an CubeSat misst ständig die vom Kraterboden reflektierten Laserstrahlen. Aufgrund der veränderten Reflektion (Eis schluckt die Strahlen, Fels wirft die Strahlen zurück) würde der Satellit bemerken, wenn sich auf dem Kraterboden Eis befindet.

Unterirdisches Wasser/Eis kann CubeSat mit dieser Methode natürlich nicht aufspüren. Die NASA will die CubeSat-Daten mit allen bereits vorhandenen Daten von der Mondoberfläche abgleichen. Der Satellit soll mit der Artemis-I-Mission starten.

Das Erkundungsprogramm dient der Vorbereitung der nächsten Mondlandung im Rahmen des Artemisprogramms. Wenn die Astronauten zum Mond zurückkehren, sollen sie wissen, wo sich auf dem Mond potenziell verwertbare Ressourcen, beispielsweise gefrorenes Wasser, befinden. Wasser beispielsweise müssten dann nicht von der Erde herantransportiert werden, sondern stattdessen könnten Eisvorräte auf dem Mond genutzt werden. Dieses gefrorene Wasser auf dem Mond aufzuspüren, ist eine der Aufgaben dieses CubeSat.

Lunar Flashlight mit CubeSat soll vermutlich 2021 starten, zusammen mit weiteren CubeSat-Kleinsatelliten an Bord der Rakete. 2024 sollen dann die Astronauten nach dem derzeitigen Planungsstand auf dem Mond landen. Darunter befindet sich auf jeden Fall auch eine Frau.

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