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Rückblick: Microsoft nimmt Stellung I

06.02.2002 | 14:41 Uhr |

Gegen diese Initiative hatte sich der Chef von Microsoft Deutschland, Kurt Sibold, gewandt: Wenn der Bundestag Microsoft-Produkte einsetzen wolle, sei dies keine undemokratische Entscheidung. Sibold wertete in einem offenen Brief die Petition der Linux-Befürworter als eine öffentliche Diskriminierung der Microsoft-Produkte: "Wie meine 1300 Mitarbeiter in Deutschland sich bei solchen Anschuldigungen fühlen, habe ich über zahlreiche Mails bereits erfahren."

Der Vorsitzende der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland konnte angeblich nicht nachvollziehen, dass die Einführung von Linux im Deutschen Bundestag aus "ordnungs-, wettbewerbs- und standortpolitischen sowie demokratischen Gründen ein notwendiges Signal für Deutschland" sein solle.

Im Umkehrschluss, so Sibold, würde dies bedeuten, dass die Unterzeichner einen Staat, "der nicht Linux einsetzt, für undemokratisch oder zumindest für nicht pflichtbewusst halten". Gegen diese Einschätzung wehrt sich Sibold und fragt, was die Entscheidung für oder gegen ein Betriebssystem mit "demokratischen Spielregeln" und "Pflichten eines demokratischen Staates" zu tun habe.

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