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Royal Navy testet Jetpacks zur Piratenabwehr

05.05.2021 | 17:06 Uhr | Michael Söldner

Die britische Navy will künftig Jetpacks zur Piratenabwehr einsetzen. Ein Video zeigt den eindrucksvollen Erstflug.

Wenn auf offener See feindliche Schiffe gekapert werden sollen, stellt sich den Militärs ein Problem in den Weg: Die Schiffe sind oft hoch und nur schwer zu entern. Künftig soll der britischen Navy dabei ein Jetpack-Anzug namens „Gravity“ helfen. In einem Video wird der Erstflug eindrucksvoll präsentiert. Dabei wurde das Patrouilleschiff HMS Tamar als simuliertes Angriffsziel ausgewählt. Vom Schlauchboot aus treten mehrere Soldaten per Jetpack die Reise an Bord des Schiffes an und hängen für ihre Crewmitglieder eine Strickleiter von der Reling des Schiffs, damit diese ebenfalls an Bord gehen können.

Die Flugszenen erinnern an den Film „Iron Man“, schwerelos gleitet der Soldat mit einem Triebwerk auf dem Rücken und zwei weiteren Triebwerken zur Steuerung an den Händen an Bord des Schiffes und wieder zurück. Schon 2019 wurde ein Testlauf mit dem „Gravity“-Jetpack durch die Royal Navy durchgeführt. Auch mit der niederländischen Armee will der Hersteller Gravity Industries aus Großbritannien künftig zusammenarbeiten. Im Vergleich zu früheren Präsentationen des Jetpacks wirkt dieses nun deutlich schlanker. Bislang haben sich primär nur Militärs für das Jetpack vorgemerkt. Dabei würde es sicherlich auch viele andere Szenarien geben, in denen ein solches Gerät nützlich sein könnte. Immerhin arbeitet der Hersteller auch mit der britischen Wohltätigkeitsorganisation Great North Air Ambulance zusammen , die Menschen aus entlegenen Bergregionen in Nordengland rettet. Auch hier bietet sich das Jetpack im Gegensatz zu einem ausgewachsenen Hubschrauber für das Überbrücken kurzer Strecken an. Ob mit dem Jetpack auch gerettete Personen quasi mittransportiert werden können, bleibt offen.

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