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Roboterarm tätowiert aus der Ferne per 5G

10.03.2021 | 15:58 Uhr | Denise Bergert

Mit dem Projekt "The Impossible Tattoo" wurde per 5G-Verbindung ein Tattoo über einen Roboterarm aus der Ferne gestochen.

Im Rahmen des Projekts " The Impossible Tattoo " hat sich im vergangenen Jahr T-Mobile Niederlande mit dem Tätowierer Wes Thomas zusammengeschlossen, um die Möglichkeiten der 5G-Technologie aufzuzeigen. "The Impossible Tattoo" sollte beweisen, dass es möglich ist, aus der Ferne ein Tattoo per Roboterarm zu stechen.

Wes Thomas nutzte dafür eine spezielle Steuerungsvorrichtung in seinem Tattoo-Studio, über die er per 5G-Verbindung besagten Roboterarm aus der Ferne verzögerungsfrei und detailliert lenken konnte. Als Versuchskaninchen für das ungewöhnliche Projekt meldete sich die niederländische Schauspielerin und Moderatorin Stijn Fransen. Sie legte sich bereitwillig unter den Roboterarm und ließ sich von Wes Thomas per Fernsteuerung eine brennende Glühbirne tätowieren. Bevor er sich an den Arm von Fransen machte, übte Wes Thomas mit der Vorrichtung an einem Kürbis. Ihr Tattoo bekam die Schauspielerin dann schließlich im vergangenen Jahr während des Corona-Lockdowns in den Niederlanden. In dieser Zeit war der normale Besuch eines Tattoo-Studios nicht möglich.

Die technische Umsetzung übernahm Noel Drew, der für den Roboterarm und den Scan von Fransens Haut ein Azure Kinect Development Kit von Microsoft einsetzte. Laut T-Mobile sei das Projekt mit dem 4G- und 3G-Netz nicht möglich gewesen. Die Verarbeitung der großen Datenmengen und die latenzfreien Datenübertragung sei nur mit 5G-Technologie realisierbar. Ob das Beispiel Schule machen wird und sich noch mehr Tätowierer finden, die ihre Kunst per Fernsteuerung auf die Haut ihrer Kunden aufbringen wollen, bleibt allerdings abzuwarten.

 

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