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Roborock S6 MaxV: Saugroboter mit Lidar und Kamera

29.04.2020 | 17:00 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Der Roborock S6 MaxV erfasst seine Umgebung mit Lidar und Kamera. Plus: Er speichert Karten für mehrere Etagen.

Roborock hat einen neuen Saug- und Wischroboter vorgestellt: den Roborock S6 MaxV. Er kombiniert Lidar für die Navigation und Stereokamera (an der Vorderseite, 30 Bilder pro Sekunde) für die Hinderniserkennung und -vermeidung. Bisher verwenden Saugroboter in der Regel nur jeweils eine dieser beiden Techniken.

Die Daten, die Lidar und Kamera erfassen, sollen dank KI - Roborock spricht von „ReactiveAI“ - so ausgewertet werden, dass der S6 MaxV Hindernisse optimal umfahren kann. Er soll die Umgebung kontinuierlich so erfassen, dass er seine Reinigungsstrategie entsprechend anpassen kann. Stuhl- und Tischbeine, auf dem Boden stehende Vasen oder Kinderspielzeug sollen so schnell und sicher erkannt und umfahren werden.

Die Kamera des Roborock S6 MaxV.
Vergrößern Die Kamera des Roborock S6 MaxV.
© Roborock

Der Einsatz einer Kamera wirft natürlich Fragen nach Datenschutz und Privatspäre auf. Werden die Aufnahmen der Stereokamera ausschließlich lokal auf dem Roboter gespeichert und ausgewertet oder erfolgt die Analyse auf Cloudservern in China? Wir haben diesbezüglich bei Roborock nachgefragt.

Die Antwort von Roborock: "Die Aufnahmen werden lediglich auf dem Gerät verarbeitet und hinterher wieder gelöscht. Zum Zeitpunkt des Produktlaunches gibt es keinen Zugriff auf Bilder über die App; es werden keine Bilder transportiert oder auf einem Server gespeichert. Das einzige, was passiert, ist - ähnlich zur Kartierung Ihres Zuhauses durch die Lidar-Navigationstechnologie: Die Bilddaten werden umgewandelt und als Icon in der App dargestellt. Das heißt, die Kamera sieht, was ihr im Weg steht und die Künstliche Intelligenz (ReactiveAI bei Roborock) ist trainiert, bestimmte Objekte zu erkennen. Schuhe gehören z. B. zu den Objekten, die erkannt werden. 'Erkennen' heißt: Das Bild wird umgewandelt in ein Icon und der Nutzer sieht in der Roborock-App dann ein Schuh-Icon, das genau zeigt, wo sich der Schuh befindet und wie der Roboter drum herum gefahren ist. Der Nutzer sieht also kein Live-Bild, sondern eine Abbildung von einem Schuh. Das ist wie erwähnt vergleichbar mit der Kartierung eines Hauses. In der App sieht der Nutzer ja auch keine Bilder von seinem Zuhause, sondern nur Umrisse der Räume, durch die sich der Roboter bewegt." Zitat Ende

Wenn man auf Nummer sicher gehen will und den Roboter nicht mit WLAN und Internet verbinden will, steht dann die volle Leistungskraft des Roboters samt Lidar und Kamera zur Verfügung? Roborock bejaht das: "Die Kamera- oder Lidar-Technologie ist durch die Internetnutzung nicht schlechter. Wir empfehlen natürlich, das Produkt smart per App zu nutzen. Nicht nur, weil man dann alle Features sieht/nutzt, sondern auch, weil man dann auch immer die neuesten Updates bekommt. Wenn einem das alles aber nicht wichtig ist, dann ist das Produkt problemlos und zuverlässig auch ohne Internet nutzbar. Es ist auch kein Internet notwendig für den Roboter, um zur Ladestation zurückzufinden." Zitat Ende

Als Steuerzentrale verbaut Roborock den Qualcomm APQ8053-Prozessorchip. Die gesamte Rechenleistung für die KI kommt von dem Chip und nicht von Cloudservern, wie Roborock versichert.

Mit einer Saugleistung von 2500 Pa verfügt der neue Roboter laut Hersteller über 25 Prozent mehr Saugkraft als sein Vorgänger S6, dessen Testbericht Sie hier finden: Roborock S6 im Test: Smarter Saugroboter unterscheidet zwischen Räumen. Der S6 MaxV besitzt einen 5200-mAh-Akku, der eine Reinigung von bis zu 3 Stunden im leisen Modus (in dem der Roboter am schwächsten saugt) ermöglicht.

Multi-Etagen-Kartierungs-Technologie: Der S6 MaxV soll Karten für unterschiedliche Stockwerke speichern können, wie es beispielsweise auch der Ecovacs Deebot Ozmo 950 kann. Jede Etage kann eigene virtuell verbotene Zonen haben, in denen nicht gewischt und/oder gesaugt werden soll. Die automatische Raumerkennungsfunktion, die jede Ebene automatisch in Räume aufteilt, kann Roborock zufolge auch auf mehrere Etagen ausgedehnt werden.

Diese Mehrfachkartenspeicherung will Roborock in Zukunft auch für weitere Produkte der S-Linie zur Verfügung stellen. Details dazu nennt Roborock aber noch nicht.

Der Roborock S6 MaxV wird voraussichtlich ab Ende Juni 2020 zu einem Preis von 649 Euro (UVP) in Deutschland erhältlich sein.

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