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Riesen-Rückruf droht: Über 12 Millionen Airbags könnten versagen

25.04.2019 | 12:45 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde untersucht über 12 Millionen Fahrzeuge darauf, ob deren Airbags möglicherweise versagen könnten. Das verdächtige Teil stammt von der US-Tochter eines deutschen Weltmarktführers.

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde National Highway Traffic Safety Administration NHTSA untersucht über 12 Millionen Fahrzeuge darauf, ob deren Airbags möglicherweise eine Gefahr für die Insassen darstellen. Die NHTSA hält es für möglich, dass die Airbags bei einem Unfall wegen elektrischer Überlastung versagen und nicht auslösen. Laut NHTSA sollen mindestens ein Todesfall und zwei Unfälle mit Verletzten mit diesem Problem in Verbindung stehen, wie der Südkurier berichtet.

Das Problem soll durch die Kontrolleinheit für die Airbags verursacht werden; es kann zusätzlich auch die Gurtstraffer betreffen. Die verdächtigen Kontrolleinheiten wurden von 2010 bis 2019 in Fahrzeugen von Hyundai, Kia, Fiat Chrysler, Toyota, Honda und Mitsubishi verbaut.

Die Airbags stammen von dem US-Zulieferer ZF-TRW. TRW ist die US-Tochter des deutschen Automobil-Zulieferers ZF Friedrichshafen. ZF hatte das US-Unternehmen TRW im Jahr 2015 gekauft. ZF hat mitgeteilt, dass es die Untersuchung unterstütze. Falls die NHTSA einen Rückruf der betroffenen Fahrzeuge anordne, könnten auf ZF Kosten in Milliardenhöhe zukommen.

Der möglicherweise drohende millionenfache Rückruf von ZF-TRW erinnert ein wenig an das ungleich größere Airbag-Desaster von Takata, das dazu führte, dass der japanische Zulieferer schließlich Insolvenz anmelden musste. Schaut man sich die Meldungen zu Rückruf-Aktionen in den letzten Jahren an, so fällt sofort auf, dass überdurchschnittlich oft Airbag-Probleme der Grund für den Rückruf waren:

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