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Richter können Morpheus nicht zu machen

15.01.2003 | 15:32 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Ähnlich wie den Kazaa-Betreiber Sharman Networks, plagen auch die Morpheus-Mutter Streamcast juristische Auseinandersetzungen mit der Film- und Musikindustrie. Der Streamcast-Chef Griffin zeigt sich in dieser Hinsicht allerdings gelassen.

Morpheus könne nicht so einfach dicht gemacht werden wie Napster, da kein zentraler Server existiere. Auch ohne Streamcast sei die Tauschsoftware lauffähig.

Sollte irgendein Richter entscheiden, dass Morpheus dicht gemacht werden muss, gäbe es nur eine einzige Möglichkeit, Morpheus "tot zu kriegen": Ein Update, durch welches Morpheus "zerstört" werde, so Griffin.

Allerdings ist sich Griffin sicher, dass sich die Nachricht über die wahre Natur des zerstörerischen Updates blitzschnell im Internet verbreiten würde. Im Endeffekt würden also nur wenige, der derzeit knapp 35 Millionen Anwender dieses Update durchführen.

Griffin betonte erneut, dass Streamcast sich nicht verantwortlich für das sehe, was die Anwender mit Morpheus anstellen. "Sobald die Software heruntergeladen ist, war dies die letzte Handlung die in unserer Verantwortung lag. Wir haben nichts damit zu tun, was die Leute miteinander tauschen", so Griffin.

Download von Morpheus 2.0

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