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Recycling: Alte Nissan-Leaf-Akkus betreiben Camper

19.02.2019 | 16:09 Uhr | Michael Söldner

In einem cleveren Camping-Anhänger können ausgelaugte Akkus von Elektroautos noch gute Dienste leisten.

Autos mit Elektroantrieb fahren zwar umweltfreundlich, wenn ihre Akkus aber erschöpft sind, müssen diese ersetzt und wiederverwertet werden. Ein Beispiel hierfür ist der seit 2011 angebotene Nissan Leaf, von dem bislang über 350.000 Exemplare verkauft wurden. Ein Teil der Akkus ist nun verbraucht, entsprechend werden neue Ideen zur Weiterverwendung der Batterien gesucht. Zusammen mit dem Camping-Hersteller Opus hat Nissan ein Konzept entwickelt, bei dem die Akkus in einem Camping-Anhänger weiter genutzt werden. Der Anhänger speichert dabei noch 700 Wattstunden und kann bis zu 1000 Watt an Leistung zur Verfügung stellen. 

Der erschöpfte Akku kann damit noch für mehrere Tage Strom per USB zur Verfügung stellen, eine LED-Beleuchtung ermöglichen, einen 4G-Hotspot aufbauen oder die integrierte Mikrowelle sowie den Kühlschrank mit Strom versorgen. Eine Solarzelle mit 400 Watt soll bei gutem Wetter den Akku in zwei bis vier Stunden wieder füllen. Alternativ lässt sich das Akkupack an einer Steckdose aufladen. Noch handelt es sich jedoch nur um ein Konzept für die Weiterverwendung der ausgepowerten Leaf-Akkus. Zuletzt hatte Nissan mit den alten Akkus Straßenlampen betrieben. Die Idee mit den Camping-Anhängern könnte ebenfalls Anhänger finden. Noch steht aber nicht fest, ob die beiden Unternehmen die Idee zur Serienreife bringen möchten.

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