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Rechnung flattert ins Haus

08.04.2002 | 10:35 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Mit Wirkung zum 31. Dezember stellte Justbooks, das mittlerweile von Abebooks aufgekauft worden war, die "Kultur-Gazette" ganz ein und informierte darüber einige Tage zuvor die Abonnenten. In der Mail von Justbooks an die Abonnenten findet sich kein Hinweis auf eine Abschlussrechnung für die "Kultur-Gazette".

Kultur-Gazette wird eingestellt

Ende Februar 2002 flatterte einem Abonnenten der ehemaligen "Kultur-Gazette" per Mail eine Rechnung über 3,99 Euro ins Haus. Der verblüffte Nutzer fragte daraufhin bei Abebooks nach, wofür er etwas zahlen solle. Wichtig: Der Abonnent hatte nie irgendwelchen kostenpflichtigen Newslettern zugestimmt, die Mail mit dem Titel "Kultur ist leider nicht umsonst" hat der Abonnent damals nicht gelesen. Zudem hatte der Nutzer die "Kultur-Gazette" nur bei Justbooks abonniert, die Rechnung kam aber von Abebooks.

Justbooks Rechnung für Newsletter

Justbooks Rechnung für Newsletter (Fortsetzung)

Justbooks Rechnung für Newsletter (Fortsetzung)

Prompt kam einige Tage später die Antwort von Abebooks. Darin betonte das Online-Antiquariat, "zu jeder Zeit offen, transparent und explizit auf die Kostenpflichtigkeit der jeweiligen Dienstleistungen hingewiesen" zu haben und bat um umgehende Begleichung der Rechnung.

PC-WELT liegen mehrere Ausgaben der "Kultur-Gazette" vor, die nach dem 1. September erschienen sind. In den uns vorliegenden Newslettern fanden wir keinen Hinweis darauf, dass die "Kultur-Gazette" mittlerweile kostenpflichtig ist. Ein Abonnent, der also die Infomail "Kultur ist leider nicht umsonst" nicht gelesen hatte, erfuhr nichts davon, dass der Kultur-Newsletter mittlerweile etwas kostete.

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