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Rechenzentrum: Mehr Grad wagen

19.10.2009 | 10:58 Uhr |

Traditionell gilt in Rechenzentren: Je kühler desto besser. Dieses Dogma kommt aber mittlerweile an die Grenzen. Denn während die Leistung der Rechner immer mehr zunimmt, ist die Kühlleistung eines Rechenzentrums oft durch äußere Einflüsse begrenzt. Wie The Green Grid zeigt, verschlingen Kühlaggregate rund 33 Prozent der in einem Rechenzentum anfallenden Kosten. Wie die Initiative Energieeffizienz im Service schreibt, lassen sich moderne Systeme problemlos in einer Umgebungstemperatur von 30 Grad betreiben - aktuell sind eher Temperaturen unter 20 Grad in den Räumen die Norm. Moderne Wärmesensoren und Überwachungssysteme sollten installiert sein und bei Annähern an eine kritische Betriebsgrenze Alarm schlagen.

Jedes Grad Temperaturanstieg sorgt dafür, dass die Kühlanlagen die Temperatur weniger senken müssen, das wiederum spart Strom. Im besten Fall bezieht man die jeweilige Außentemperatur mit in die Planung ein. Stellt man etwa fest, dass im Herbst und Winter die Temperatur sowieso niedriger liegt, kann man das zu seinem Vorteil nutzen und nur in den heißen Sommertagen die Kühlleistung zusätzlich erhöhen.

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