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Raumfahrt: Raketentriebwerk aus dem 3D-Drucker

20.02.2019 | 16:09 Uhr | Michael Söldner

Mit neuartigen Fertigungsverfahren will das DLR konkurrenzfähige Triebwerke entwickeln. Erste Testläufe fanden bereits statt.

Die Entwicklung und Fertigung von Raketentriebwerken ist kompliziert und teuer. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) will dies mit der Herstellung komplexer Bauteile per 3D-Druck ändern. Dazu wurde erstmals ein Triebwerk getestet, welches durch 3D-Druck-Verfahren erstellt wurde. Das schlicht Biergoler Raumtransportantrieb (Berta) getaufte System wurde gemeinsam mit der Europäischen Raumfahrtagentur ESA entwickelt. Das wiederverwendbare Triebwerk wurde vor zwei Tagen auf dem Entwicklungsprüfstand des DLR in Lampoldshausen bei Heilbronn getestet.

Das Triebwerk lässt sich mit Treibstoffen nutzen, die nicht aufwändig gekühlt werden müssen. Dadurch lässt sich das Triebwerk mehrfach zünden, beispielsweise bei längeren Missionen. Bei der Fertigung von Berta kamen selektive Laserschmelzen zum Einsatz. Diese bringen einen pulverförmigen Werkstoff in Schichten auf schmelzen diesen per Laserstrahl. Auf diese Weise entstanden der Einspritzkopf sowie die Brennkammer aus Nickel und Edelstahl. Das DLR sieht in der neuartigen Fertigung eine Grundlage für wettbewerbsfähige Trägersysteme aus Europa. Die ESA will die Ergebnisse der Tests genau beobachten, schließlich sollen die Ariane-6-Triebwerke Vinci und Vulcain ebenfalls per 3D-Druck erstellt werden.

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