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Radeon RX 6000: Raytracing via Vulkan oder DirectX 12

05.11.2020 | 16:05 Uhr | Michael Söldner

Wer sich eine Radeon RX-6000-Karte anschafft, kann damit voraussichtlich gleich mit Raytracing loslegen.

Mehrere Jahre war Raytracing, also die korrekte Berechnung von Lichtstrahlen in Spielen, eine Domäne von Nvidia-Grafikkarten. Mit der RX-6000-Reihe will AMD nun aufschließen und mit seinen neuen Radeon-Grafikkarten ebenfalls Raytracing in Spielen ermöglichen. Nun hat das Unternehmen bekannt gegeben, dass die Radeon RX 6000 Serie sowohl DirectX 12 als auch Vulkan für Raytracing unterstützen wird. Spiele, die schon die DXR API von Microsoft nutzen, können auch mit den neuen AMD-Grafikkarten schicke Raytracing-Effekte auf den Bildschirm zaubern. Die noch in der Entwicklung befindliche Vulkan Raytracing-API soll von RX 6000 ebenfalls vollumfänglich unterstützt werden.

Gleichzeitig bedeutet dies aber auch, dass die Spiele, die auf proprietäre APIs für Raytracing aufsetzen, nicht mit den neuen AMD-Karten genutzt werden können. Spiele wie „Quake 2 RTX“ bleiben damit außen vor. Dafür lassen sich Titel wie „Control“, die auf Microsofts DXR setzen, direkt zum Release der neuen AMD-Grafikkarten mit Raytracing aufhübschen. Intel will mit seinen Xe-Grafikkarten ebenfalls Raytracing unterstützen , aber voraussichtlich nur über die Vulkan-API. Es bleibt abzuwarten, inwieweit sich der Markt für Raytracing in den kommenden Monaten und Jahren entwickeln wird. Eine Zerstückelung in drei unterschiedliche Schnittstellen würde Spieler wohl eher verunsichern und Entwickler vor große Herausforderungen stellen.

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