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RTX 3090, 3080, 3070: Nvidia-Chef rechnet mit Lieferengpässen bis 2021

06.10.2020 | 13:05 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Der Nvidia-Chef rechnet mit anhaltenden Lieferschwierigkeiten bei den neuen RTX-3000er-Grafikkarten. Er verrät den Grund.

Die neuen Geforce-Karten RTX 3080 und RTX 3090 sind nur schwer zu bekommen, wofür sich Nvidia auch bereits offiziell entschuldigt und vorsorglich sogar den Start der RTX 3070 um 14 Tage verschoben hat. Die Lage wird sich nach der Prognose von Jensen Huang auch nicht so schnell verbessern, wie er in einer Fragerunde mit Pressevertretern nach seiner Keynote bei der GTC 2020 erklärte. Er rechnet nämlich damit, dass die Lieferengpässe bei den Geforce RTX 3080 und RTX 3090 Grafikkarten das ganze Jahr 2020 und bis hinein in das Jahr 2021 andauern werden. Vor allem zum Weihnachtsgeschäft könnte sich die Situation noch mal verschärfen, wenn die Nachfrage nach den neuen Grafikkarten der Ampere-Generation ansteige.

Wie knapp die neuen Geforce-Karten sind, zeigt auch ein Blick in den PC-WELT-Preisvergleich: Bei den Händlern sind die Karten nur mit viel Glück zu haben. Bei vielen Modellen wird als Termin für die Verfügbarkeit sogar schon irgendwann Ende Dezember 2020 angegeben.

Geforce RTX 3080 im PC-WELT Preisvergleich

Geforce RTX 3070 im PC-WELT Preisvergleich

Huang betonte auf Nachfragen über die Lieferengpässe, dass die Nachfrage einfach zu hoch sei und eigentlich kein Problem seitens der verfügbaren Komponenten bestehe, um die Grafikkarten herzustellen. "Die Nachfrage ist viel, viel größer, als wir erwartet haben - und wir haben wirklich viel erwartet", so der Nvidia-Chef.

Er verwies auch darauf, dass er von Einzelhändlern gehört habe, die berichten, dass sie eine so hohe Nachfrage für ein neues Produkt in der IT seit über einem Jahrzehnt nicht mehr erlebt hätten. "Es erinnert an die alten Zeiten von Windows 95 und Pentium, als die Leute einfach nicht in der Lage waren, dieses Zeug zu kaufen. Es handelt sich also um ein Phänomen, wie wir es schon lange nicht mehr gesehen haben, und wir waren einfach nicht darauf vorbereitet", erklärte Huang.

Huang fügt hinzu, dass, selbst wenn Nvidia mit einer derart hohen Nachfrage gerechnet hätte, es schwer geworden wäre, diese auch durch ausreichende Mengen an Grafikkarten zu befriedigen. Und egal welche neuen Mengen der Produkte derzeit ausgeliefert werden, sie seien dann sofort ausverkauft. "Es ist einfach ein Phänomen", so Huang.

Lieferengpässe hin oder her: Die neuen RTX-3000-Grafikkarten verkaufen sich also in hohen Stückzahlen prächtig und spülen Geld in die Kassen von Nvidia. Darüber zeigte sich auch Nvidia-Chef Huang zufrieden und rechnet dann für das vierte Quartal aufgrund der Weihnachtszeit mit nochmals höheren Umsätzen.

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