2573081

RTX 3070: Durch Umbau lässt sich VRAM verdoppeln

09.03.2021 | 16:28 Uhr | Michael Söldner

Durch den Wechsel der RAM-Module und weitere Eingriffe konnte ein Modder den Arbeitsspeicher seiner RTX 3070 verdoppeln.

Mit der Geforce RTX 3070 ist man als Spieler eigentlich gut bedient. Der einzige Flaschenhals der Grafikkarte sind die 8 GB Video-RAM, die bei 4K-Auflösung und DLSS in Zukunft knapp werden könnten. Der russische Youtuber VIK-on wollte den knappen Arbeitsspeicher seiner Palit RTX 3070 nicht hinnehmen und zeigt in einem Video in russischer Sprache, wie sich der VRAM der Karte von 8 auf 16 GB verdoppeln lässt. Dazu musste er die acht jeweils 1,0 GByte großen GDDR6-Module von Samsung auf der Karte auslöten. Als Ersatz wurden daraufhin baugleiche Speicher-Chips eingesetzt, die mit 2 GB jedoch doppelt so viel Kapazität haben. Schon dieser Eingriff sorgt für ein Erlöschen der Garantie und kann bei unsachgemäßer Durchführung auch schnell die Platine zerstören. Doch damit war der Umbau noch nicht komplett.

Denn allein mit dem Austausch der VRAM-Chips weiß die RTX 3070 noch nicht, dass sie nun über den doppelten Arbeitsspeicher verfügt. Dies ließe sich mit einem modifizierten BIOS erreichen, ein solches lässt sich aber nicht erstellen und verlässlich auf die Karte flashen. Nvidia sieht den Austausch oder Modifikationen des BIOS durch den Nutzer nicht vor. Die kürzlich eingeführte Hash-Bremse gegen Kryptomining dürfte diesen Umstand auch nicht so schnell ändern. Als Umweg diente dem Modder daher die Modifikation der Elektronik, die der Grafikkarte mitteilt, wie viel Arbeitsspeicher auf ihr verbaut ist. Auf der Platine mussten dazu die Strap-Sets verändert werden. Da dem Modder hierfür die nötigen Informationen fehlten, war viel Experimentieren nötig, bis die Karte die neuen RAM-Module akzeptierte. Nach dem nächsten Neustart wurde die RTX 3070 vom System als Grafikkarte mit 16 GB Speicher erkannt. Der Durchlauf des 3D Mark Time Spy führte daraufhin jedoch nur zu einem Score von 8.356 Punkten, eigentlich sollte die Karte um die 13.000 Punkte erreichen. Verantwortlich hierfür war der Takt des Arbeitsspeichers, der per EVGA Precision X1-Software fixiert werden musste. Dann bescheinigte der Benchmark der modifizierten RTX 3070 mit 16 RAM endlich die erwünschten 13.783 Punkte.

 

 

Grafikkarten-Vergleich 2021: Die besten Gamer-GPUs im Test - mit Rangliste

PC-WELT Marktplatz

2573081