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RTX 3050 mit schwacher Mining-Leistung in ersten Tests - bessere Verfügbarkeit?

24.01.2022 | 15:29 Uhr | Sebastian Schenzinger

Erste Tests belegen, dass sich die Anschaffung der RTX 3050 zum Minen nicht lohnt: Zieht das eine bessere Verfügbarkeit für Gamer nach sich?

Am 27. Januar erscheint mit der GeForce RTX 3050 (zum Artikel)  Nvidias neue Einsteigergrafikkarte mit einer UVP von 279 Euro. Bereits vor dem Release gibt es erste Messungen zur Performance beim Schürfen von Ethereum durch  VideoCardz (zum Artikel) . Demnach soll die RTX 3050 wie auch die letzten Nvidia GPUs mit einem Lite Hash Rate (LHR) Algorithmus (zum Artikel) auf den Markt kommen. Die Performance fällt dabei so niedrig aus, dass sich die Investition erst nach vielen hundert Tagen auszahlen würde. Für Gamer gibt es dementsprechend Hoffnung, dass sie eine der Karten in die Finger bekommen können.

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RTX 3050 mit schwacher Mining-Leistung

Während AMDs jüngster Zuwachs, die Radeon RX 6500 XT (zum Testbericht) , nur mit 4 GB Videospeicher ausgestattet ist, um die GPU für Miner unattraktiv zu machen, setzt Nvidia bei der RTX 3050 auf 8 GB GDDR6-VRAM. Dementsprechend würde sich die Ampere-GPU gemäß den technischen Daten bedeutend besser zum Schürfen von Kryptowährungen eignen. Allerdings scheint es sich bei der RTX 3050 um ein LHR-Modell zu handeln, so wie mittlerweile bei allen RTX-3000-GPUs - abgesehen von der RTX 3090 (zum Testbericht) . Ersten Messungen eines chinesischen YouTubers zur Folge schafft die Grafikkarte optimiert 13,66 MH/s bei einer Leistungsaufnahme von 57 Watt.

ETH-Performance der RTX 3050
Vergrößern ETH-Performance der RTX 3050
© 潮玩客

VideoCardz kam über eine nicht näher benannte chinesische Quelle auf 12,5 MH/s bei einer Leistungsaufnahme von 73 Watt ohne Optimierungen der GPU. Eine RTX 3060 (zum Testbericht)  kommt im Vergleich dazu auf rund 47 MH/s bei einer Leistungsaufnahme von 120 Watt und arbeitet damit deutlich effizienter.

Durch diese Zahlen lässt sich ausrechnen, ab wann sich die Investition in eine RTX 3050 zum Schürfen von Kryptowährungen auszahlen würde. Beim originalen Kaufpreis von 279 Euro würde der Return-on-Investment erst nach 500 Tagen erreicht werden. Wenn man davon ausgeht, dass die Straßenpreise etwa 100 Euro höher liegen dürften, hat die Karte erst nach 700 Tagen ihren Einkaufswert wieder eingespielt. Das natürlich unter der Annahme, dass der Kryptokurs stabil bleibt und nicht deutlich steigt oder fällt.

Für Gamer klingt das zunächst nach großartigen Neuigkeiten, dennoch bleibt erst einmal abzuwarten, wie viele RTX 3050 zu welchem Preis wirklich verfügbar sein werden.

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