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RFID-Spionage: So schützen Sie sich

11.03.2005 | 11:45 Uhr |

Sie möchten keine RFID-Sender unbemerkt mit sich herumschleppen? Dann sollten Sie künftig beim Einkaufen aufpassen: Schauen Sie sich die Verpackungen und Etiketten genau an - oft ist das Tag mit bloßem Auge erkennbar. Einzelne Hersteller kennzeichnen auch die mit RFIDs versehenen Waren - freiwillig, da die Kennzeichnungspflicht (noch) nicht gesetzlich verankert ist.

Wer wirklich sicher sein möchte, dass er keinen RFID-Chip bei sich trägt, braucht dazu allerdings ein Gerät, das alle RFID-Tags in der Umgebung aufspüren kann. Pünktlich zur CeBIT 2005 stellt die Verbraucherschutzorganisation Foebud beispielsweise die marktreife Version des RFID-Tag-Suchers Dataprivatizer vor. Die Serienproduktion soll in wenigen Wochen starten, der vorläufige Verkaufspreis liegt bei rund 160 Euro. Der Dataprivatizer soll RFID-Chips und –Lesegeräte voraussichtlich auf eine Entfernung von bis zu zehn Metern orten und den freigegebenen Speicherbereich überschreiben. Wir erwarten in den nächsten Tagen ein Test-Gerät und werden Sie dann sofort über unsere Ergebnisse informieren. Die Firma RSA hat außerdem einen Störsender entwickelt, der sich permanent beim Lesegerät meldet und es so irritiert, dass es die übrigen RFID-Tags nicht auslesen kann. Die Funktionsfähigkeit dieses RFID-Blockers ist jedoch umstritten.

Wenn Sie einen RFID-Chip kurz entschlossen selbst unschädlich machen möchten, haben Sie allerdings schlechte Karten: Die Sender sind ausgesprochen robust und überleben sogar Schleudergänge in Ihrer Waschmaschine.

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