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RAM-Preise sinken immer weiter - Trend hält an

05.03.2019 | 11:56 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Die Preise für DRAM werden noch stärker fallen als erst vor wenigen Wochen prognostiziert. DRAM Exchange hat sich korrigiert.

Erst vor wenigen Wochen hatte das Marktforschungsunternehmen DRAM Exchange einen Preisverfall von bis zu 20 Prozent für DRAM im ersten Halbjahr 2019 prognostiziert. Nun folgt die Korrektur: Die Marktforscher erwarten nun einen noch stärkeren Preisverfall von bis zu 30 Prozent. Das wäre der stärkste Preisverfall innerhalb einer Saison seit dem Jahr 2011, heißt es in der Mitteilung von Trendforce, dem DRAM Exchange gehört.

Festgestellt wird, dass die meisten Verträge der Hersteller nur noch monatlich und nicht mehr vierteljährlich abgeschlossen werden. Das sorge für größere Preisentwicklungen innerhalb kürzerer Zeit als bisher. Jüngste Marktbeobachtungen hätten ergeben, dass die Lagerbestände der DRAM-Hersteller gewachsen seien. Die meisten Hersteller, so heißt es, hätten einen Lagerbestand von etwa sechs Wochen. Hinzu käme auch noch die gesunkene Nachfrage seitens der PC-Hersteller. Dies insgesamt sorge für schneller fallende Preise bei den DRAM-Chips. Es ist sogar von Preisen im "freien Fall" die Rede.

Auch langfristig über die nächsten ein, zwei Jahre betrachtet rechnen die Analysten nicht mit einer Knappheit bei DRAM-Chips. Alle drei großen Hersteller - dazu zählen neben Samsung auch SK Hynix und Micron - haben stark in den Ausbau ihrer Produktion investiert.

Eher schlecht sieht die Prognose dagegen für die kleineren DRAM-Chip-Hersteller aus, die verstärkt den Preisdruck zu spüren kriegen. So stellen die Marktforscher nüchtern fest: "Die Reichen bleiben reich - so ist der unveränderliche Trend. (...) Wenn kleinere DRAM-Lieferanten also keine Wege finden, mit ihren Produktionsprozessen und -größen aufzuholen, werden sie in naher Zukunft an den Rand gedrängt."

Ein kurzer Blick in den Preisvergleich bestätigt den Trend sinkender RAM-Preise: Der Speicherriegel Samsung 8 GB DDR4 (PC4-17000) kostet beispielsweise aktuell beim günstigsten Anbieter um die 52 Euro. Vor einem halben Jahr kostete der gleiche Speicherriegel noch um die 78 Euro und noch vor Weihnachten etwa 70 Euro.

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