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RAM: Extreme Übertaktung erreicht fast DDR5-8000

24.01.2022 | 16:29 Uhr | Michael Söldner

Schon mit Luftkühlung lässt sich DDR5-6500-Arbeitsspeicher fast auf das Niveau von DDR5-8000 übertakten.

Neben der CPU und der Grafikkarte lassen sich auch die RAM-Module in Rechnern übertakten. Voraussetzung ist dabei ein Mainboard mit entsprechendem OC-Feature. Dem Overclocker David Miller ist auf diese Weise eine Übertaktung von herkömmlichem DDR5-6500 auf fast das Niveau von DDR5-8000 gelungen. Zum Erreichen der 4.000-MHz-Marke fehlten letztlich nur 20 MHz. Dabei kam Miller allein mit Luftkühlung aus. Seinen Erfolg feierte der Overclocker auf dem Mainboard Asrock Z690 Aqua OC im Zusammenspiel mit einem Intel Core i9-12900K. Als Arbeitsspeicher kam ein einzelner Riegel von Teamgroup T-Force Delta RGB zum Einsatz. Dieser 16 GB große Speicherbaustein arbeitet normalerweise als DDR5-6500 mit CL40 und 1,35V.

Mit Stickstoff noch mehr drin

Als Software zum Übertakten kam das von Asrock bereitgestellte Tool OC Tweak zum Einsatz. Damit konnte der Overclocker die DRAM-Frequenz auf 3.980 MHz anheben. Im Gegenzug mußte er dafür aber das Timing auf CL52 anheben. Da die Kühlung per Luft das Experiment offenbar limitierte, will Miller noch einen weiteren Anlauf mit Flüssigstickstoff-Kühlung starten. Versuche anderer Overclocker mit einem Asus Maximus Z690 Apex und G.Skills Trident Z5-Arbeitsspeicher ließen mit flüssigen Stickstoff sogar DDR5-8705 zu.

Spezielles Mainboard nötig

Für derart hohe Übertaktungen des Arbeitsspeichers ist jedoch ein spezielles Mainboard nötig, welches für solche OC-Versuche auch ausgelegt ist. Im Falle des Asrock Z690 Aqua OC müssen Käufer dafür auf zwei Steckplätze für Arbeitsspeicher verzichten. Die Version ohne „OC“ im Namen bietet dann wieder die gewohnten vier Bänke für Speichermodule.

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