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Prügelei um Ladeplatz für E-Autos: Der Grund

10.07.2020 | 11:13 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Auf einem Lidl-Parkplatz streiten sich zwei Männer um eine Ladesäule für Elektroautos. Schließlich schlägt der eine E-Autofahrer dem anderen mehrmals ins Gesicht. Doch weshalb eskaliert der Streit derart? Die Erklärung.

Wie die Märkische Oderzeitung berichtet , wollten am Abend des 6. Juli 2020 zwei Berliner gleichzeitig die Elektro-Auto-Ladesäule auf dem Lidl-Parkplatz in der Eichenallee in Leegebruch nutzen. Beide Männer stellten ihre Autos ab und stritten darüber, wer nun als erster seine Akkus aufladen dürfe. Bis einer der Männer durchdrehte und seinem Gegenüber zweimal mit der Faust ins Gesicht schlug. Das Opfer wurde dadurch leicht verletzt. Die Polizei wurde herbeigerufen, der Schläger bekam eine Anzeige wegen Körperverletzung.

Doch warum entstand der Streit überhaupt? Gibt es denn in der näheren Umgebung keine anderen Ladesäulen, auf die man ausweichen kann? Die Antwort ist einfach: An der Lidl-Ladesäule darf man kostenlos aufladen. Ohne vorherige Registrierung, wie hier zu lesen ist. Also einfach mit dem E-Auto hinfahren, Ladekabel einstecken und schon fließt der Gratisstrom in den Akku des E-Autos. Lidl will mit der Möglichkeit, dass man sein Elektro-Auto während des Einkaufs kostenlos aufladen darf, offensichtlich Kunden anlocken. Und die Kommentare der Lidlkunden sind entsprechend, die Kunden nehmen das Angebot dankbar an.

Lidl und Kaufland, die zur Schwarzgruppe gehören, wollen bundesweit alle Filialen mit mindestens einer solchen Gratis-Ladesäule ausstatten. Bei jedem Neubau und jeder Modernisierung wird eine Ladesäule errichtet, teilte die Schwarzgruppe vor einiger Zeit mit. An einigen Standorten werden sogar Schnelllader errichtet. Konkurrent Aldi Süd errichtet ebenfalls Ladesäulen auf den Parkplätzen seiner Supermärkte, darunter befinden sich ebenfalls Schnellladesäulen.  

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