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Microsoft meldet Nutzer-Überwachungspatent für Kinect an

07.11.2012 | 05:16 Uhr |

Ein neu eingereichtes Patent von Microsoft sieht vor, dass Nutzer über die Kinect-Kamera überwacht werden können.

Schon heute werden viele Aktivitäten von PC-Nutzern oder Videospielern mitgeloggt und überwacht. Freigeschaltete Achievements auf der Xbox 360 geben Entwicklern beispielsweise Auskunft über die Spielweise ihrer Kundschaft. Nun möchte Microsoft diese Überwachung noch weiter ausbauen. Ein eingereichtes Patent mit dem Titel „Content Distribution Regulation by Viewing User“ sieht vor, dass die Kamera der Bewegungssteuerung Kinect dazu genutzt werden könnte, um die Nutzer vor dem Fernseher zu beobachten.

Primär solle es dabei um die Einhaltung der Lizenzbedingungen gehen. Ein für Erwachsene angebotener Film könnte jungen Zuschauern verweigert werden. Ein Inhalt, der für die Nutzung von nur einer Person vorgesehen ist, würde bei zu vielen Sofa-Gästen ebenfalls nicht abgespielt werden.

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Noch wäre es einfach, dieses System auszutricksen, indem die Kamera einfach abgestöpselt würde. Doch schon die nächste Konsole von Microsoft setzt voraussichtlich auf eine fest installierte Kamera. Trotzdem dürfte die Akzeptanz für eine derartige Überwachung bei den potenziellen Käufern nicht sehr hoch ausfallen. Bei genügend Alternativen auf dem Markt würde eine solche Big-Brother-Hardware wohl eher im Regal bleiben.

Steve Ballmer, Geschäftsführer Microsoft und Ryan Seacrest, amerikanischer TV-Moderator haben über die neuesten Entwicklungen von Microsoft gesprochen. Der Fokus der Gesprächsrunde lag dabei klar auf dem neuen Betriebssystem Windows 8. Aber auch die Gestensteuerung Kinect für PCs wird thematisiert. Zum Ende stellte Microsoft noch ein kurzes Musik-Video vor, welches die Meilensteine Microsofts der letzten 15 Jahre spiegeln soll.

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