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Preis-Leistungsverhältnis zählt

Hinweise von Händlern und Marken-Vertretern, dass Sparen an der Produktion auch Kompromisse bei der Qualität bedeutet, nehmen die Billig-Hersteller gelassen. "Wir wollen Preis-Leistungssieger sein, nicht unbedingt Testsieger", sagt Yakumo-Chef Jürgen Rakow. Sein Unternehmen prescht zur IFA mit einer Palette vernetzter Unterhaltungsgeräte vom Medienserver bis zum DVD-Player vor und setzt dabei noch konsequenter als selbst viele Markenanbieter auf drahtlose Verbindungen via WLAN.

"Weil wir schlanker aufgestellt sind, können wir schneller auf neue Trends reagieren als die Großen", sagt Rakow. Yakumo hat bei einem Jahresumsatz von 270 Millionen Euro gerade einmal 100 Mitarbeiter - die Produktion in China ausgenommen. Da sie sich noch viel weniger als die Großen Flops leisten könnten, achteten No-Name-Anbieter stärker auf die Massentauglichkeit ihrer Produkte, sagt er. Sie profitieren dabei zum einen von dem schnellen Fortschritt in der Branche: In immer kürzeren Abständen werden neue Technologien auf den Markt geworfen, und noch kurz zuvor brandneue Technik wird schnell günstiger. Zum anderen steigern die Bauteile-Lieferanten immer weiter die Produktion, um die Entwicklungskosten wieder hereinzuholen und sorgen damit ebenfalls für Preisrückgänge.

Dass zum Beispiel die Flachbild-Panels für No-Name-Geräte ausgerechnet von Markenherstellern wie Panasonic kommen, sei nur ein scheinbarer Widerspruch. Die Elektronik-Riesen verdienten gutes Geld an dem breiten Absatz ihrer Komponenten und können sich auf die Pflege ihrer Markennamen konzentrieren, ohne ins Billig-Segment absteigen zu müssen. Außerdem sei bei Fernsehgeräten die Elektronik im Hintergrund mindestens genauso wichtig wie die Panels selbst, sagt ein Vertreter des Markenlagers. Wer daran spare, liefere ein merklich schlechteres Bild.

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